❌ Islamforscher El-Maazouz: In zehn Jahren gibt es in Frankreich Bürgerkrieg

Realität der Globalisierung und Migration: Eine in Deutschland kaum beachtete Tagung am Kaspischen Meer beschäftigte sich am Wochenende mit einem wichtigen Aspekt der europäischen Zukunft. Es ging um die Angst vor dem Islam, um den Hass auf Muslime, um die von ihnen erlebte Ausgrenzung und Ablehnung. (…)

Deutschland war im Programm einzig durch den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime vertreten, Aiman Mazyek. Der wunderte sich über die geringe deutsche Präsenz, hielt aber den Fokus auf Europa für nicht wirklich überraschend. (…)

► Ein Grund für die deutsche Zurückhaltung kann darin liegen, dass man in Berlin und den Bundesländern (noch) auf Vogel-Strauß- und Symbolpolitik setzt: Ramadan-Beleuchtung in der Fußgängerzone, muslimisch klingende Namen auf den Listenplätzen der Parteien, Sonntagsreden zur alternativlosen Integration – und die Hoffnung, dass eine islamisch motivierte politische Willensbildung, etwa die angestrebte Dava-Partei, an ethnischen und konfessionellen Konflikten scheitert.

✘ Die Konfrontation scheint jedenfalls programmiert. Mohammed El-Maazouz, Direktor der Europäisch-Arabischen Akademie für Geopolitische Studien in Paris, sieht Islamophobie als Kontinuum französischer Staatsräson seit den Kreuzzügen im 13. Jahrhundert. In den vergangenen Jahren sei das Ausmaß antiislamischer Äußerungen allerdings sprunghaft angewachsen. Wenn die Politik der Europäer sich nicht ändere, so El-Maazouz, »haben wir in zehn Jahren Bürgerkrieg«.

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