Gefunden haben die Fachleute außerdem einige wenige Bestellungen zu einem Gebäude des Militärgeheimdiensts GRU, das offenbar so gut gelegen ist, dass Essensbestellungen nicht nötig seien. Anders sehe das bei einem Gebäude aus, das sie dem FSB zuschreiben und das in einem Moskauer Vorort liegt. Dorthin seien viel mehr Bestellungen gegangen, begleitet von genauen Beschreibungen, was die Lieferanten am Checkpoint machen sollten. Über die Suche nach Worten wie "Militäreinheit" seien in den Daten obendrein andere Gebäude zu finden gewesen. Bei darauf aufbauenden Recherchen helfe dann, dass Yandex.Eats zu Bestellungen Standortkoordinaten der Bestellenden abspeichert.

Die Yandex-Datenbank war am 22. März online aufgetaucht, die Medienaufsicht Roskomnadzor hatte daraufhin intensiv versucht, ihre Verbreitung zu unterbinden. Enthalten waren laut Reuters Daten zu fast 60.000 Menschen, die über den Dienst Yandex.Eats Essen bestellt hatten. Das Leak fällt mitten in den auch digital ausgetragenen Krieg Russlands gegen die Ukraine, es ist aber bei Weitem nicht die erste sensible Sammlung russischer Daten, die öffentlich wird.

https://www.heise.de/news/Russland-Essenslieferdienst-Leak-verraet-Geheimdienste-und-Militaers-6661946.html

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