Die Demag-Holding, in der sieben von der Siemens AG übernommene Industrieunternehmen zusammengefasst sind, die ehemals dem Mannesmann-Konzern angehörten, wurde 2002 erworben. Bis 2008 restrukturierte und veräußerte die Demag-Holding alle wesentlichen Unternehmensteile, darunter KraussMaffei Technologies (ehemals Mannesmann Plastics Machineries) und Demag Cranes.
MTU Aero Engines
Im Jahr 2003 erwarb KKR die MTU Aero Engines von DaimlerChrysler und brachte das Unternehmen am 6. Juni 2005 an die Börse. Am 19. September 2005 wurde es in den MDAX aufgenommen. Im Januar 2006 trennte sich KKR von allen verbliebenen Anteilen.
Duales System Deutschland
Ende 2004 gab KKR ein Übernahmeangebot für die Duales System Deutschland AG (DSD AG) ab, das das Unternehmen mit 260 Millionen Euro bewertete.[23] KKR vollzog die Übernahme trickreich, indem es mit 160 Millionen Euro mehr als die Hälfte dieses Kaufpreises über Bankkredite aufbrachte, die KKR dem erworbenen Unternehmen Duales System Deutschland rückwirkend zum 1. Januar 2005 übertrug.[24] Nach einer anonymen Strafanzeige beschäftigte sich die Kölner Staatsanwaltschaft mit dem Fall.[25] Der anonyme Kläger hielt das Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, dem der Kaufpreis zu Grunde lag, für ein fehlerhaftes Gefälligkeitsgutachten. Nach in einem Artikel in der Welt zitierten Analystenmeinungen dürfte das Unternehmen zum Kaufzeitpunkt vielmehr zwischen 1,3 und 1,6 Milliarden Euro wert gewesen sein.[26][27] Im November 2010 wurde bekannt, dass KKR die DSD an eine Investorengruppe rund um die britische Beteiligungsgesellschaft Solidus Partners verkauft, die damit den Vorstandschef Stefan Schreiter und weitere Manager des Unternehmens beim Management-Buyout unterstützt.[28][29]
Auto-Teile-Unger („A.T.U“)
Nach dem abgesagten Börsengang der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger („A.T.U“) übernahm KKR in der zweiten Hälfte 2004 für rund 1,45 Milliarden Euro eine Beteiligung von rund 80 Prozent von Doughty Hanson & Co. 2013 stieg KKR aus und der Investor Centerbridge wurde zum Mehrheitseigentümer des Unternehmens.[30]
Semiconductor Products Group
Eine weitere Akquisition von KKR war die Abteilung Semiconductor Products Group von Agilent (2005 bis zum Börsengang 2009).[31]
Philips Semiconductors
Im Sommer 2006 kaufte KKR zusammen mit weiteren Beteiligungsgesellschaften (Silver Lake Partners, Bain Capital, Apax Partners und AlpInvest) Philips Semiconductors (jetzt NXP Semiconductors), einen ehemaligen Unternehmensbereich von Royal Philips Electronics. Als Folge dieses Übergangs werden im Böblinger Standort des Unternehmens (ICB) ca. 550 Mitarbeiter und ca. 100 Mitarbeiter von Lieferanten entlassen. Im Herbst 2008 kündigt NXP die Schließung weiterer Fabriken innerhalb des Unternehmens an. Betroffen diesmal u. a. ICH in Hamburg-Lokstedt. 850 Mitarbeiter sollen an diesem Standort entlassen werden; weltweit werden auch zwei weitere Standorte komplett geschlossen. Nach erfolgter Restrukturierung ging NXP 2010 an die Börse[32] und 2014 verkaufte KKR seine letzten Anteile am Unternehmen.[33]
Kion
Anfang November 2006 übernahm KKR gemeinsam mit Goldman Sachs Capital Partners die ehemalige Gabelstaplersparte der Linde AG zu einem Preis von rund 4 Milliarden Euro. Die Sparte war kurz vorher von Linde (nach Übernahme der BOC) in Kion Group umfirmiert worden. 2012 übernahm der chinesische Konzern Weichai ein Viertel der Anteile, 2013 ging das Unternehmen an die Börse. 2015 trennten sich KKR und Goldman Sachs Capital Partners von ihren letzten Anteilen.[34]
BMG Rights Management
Seit Sommer 2009 war KKR mit 51 Prozent an dem Joint Venture BMG Rights Management GmbH beteiligt, die restlichen Anteile hielt weiter die Bertelsmann AG.[35] Im ersten Quartal 2013 kaufte Bertelsmann sämtliche von KKR gehaltenen Anteile an der BMG zurück.