Sie haben schon recht, Herr Hübner, ich habe nur keine Lust, mehr. Ich habe vierzig Jahre gegen diese Schmarotzer gekämpft, wo waren Sie/ sie da? Ein Mitläufer wie er im Buche steht, sagte letztens zu mir: Du warst aber auch immer sehr renitent. Was sollten die denn machen? Renitent, weil ich frei sein wollte? Wissen Sie eigentlich was es bedeutet mit 10 J. nicht bei den "Pionieren" zu sein, bei sämtlichen Feiern allein am Katzentisch zu sitzen, nicht in der "FDJ" zu sein und trotzdem zu studieren, nicht wegen, sondern trotz dieser Faschisten. Wissen Sie, wie es ist einem freundlichen Stasi-Offizier gegenüber zu sitzen, der kurz zuvor einen nach Bautzen schickte, bemerkend, dass die Türen alle keine Öffner haben. Wissen Sie wie es ist, wenn man aus einem akad. Beruf zum "Futtermittelfahrer" degradiert wird, die Frau entlassen und die Kinder nicht in den KiGa dürfen, wiederum deshalb gedroht wird sie den Eltern wegzunehmen. Wissen Sie, wie es ist, wenn "Freunde" die Straßenseite wechseln, nur um nicht "kontaminiert" zu werden. Ahnen Sie wenigstens, dass einem beim Lesen seiner Akte schwarz vor Augen wird, weil man nicht glauben kann, wer im engsten Umfeld alles IM war. Sogar der Pfarrer des Bibelkreises. Alles, um dann, nach der Wende, zu lesen, dass die Bundes-Wessis die SED-Schergen mit 268 Mio. haben entkommen lassen. Was Vera Lengsfeld mit "wir waren damals naiv" kommentierte. Also bitte, Herr Hübner, appellieren Sie an ihre Hausgenossen, holen Sie sie von den Kreuzfahrtschiffen und sagen Sie ihnen: Es geht ums Ganze. Denn darum geht es wirklich.