"Das Ziel des Lockdowns ist, die 7-Tage-Inzidenz unter 50 pro 100.000 Einwohner zu drücken. Epidemiologe Klaus Stöhr nennt das "illusorisch". Er sagt, niedrige Inzidenzen seien im Winter nicht zu erreichen und plädiert für eine ganz andere Strategie zur Bewältigung der Corona-Pandemie."
"Stöhr ist Epidemiologe und Virologe, leitete bis 2007 das weltweite Influenza-Programm der WHO und war dort auch SARS-Forschungskoordinator. Danach war er Chef der Impfstoff-Forschung des Schweizer Pharmakonzerns Novartis in den USA."
"Er hat dafür eine plausible Begründung: Vergleichbare Atemwegsinfektionserreger wie das Influenzavirus zirkulierten auf einem ähnlichen Niveau im Winter, erklärt er. "Und das, obwohl dagegen viel mehr Menschen immun sind als gegen Corona." Der Epidemiologe glaubt daher auch nicht, dass eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern über eine Kontaktverfolgung der Gesundheitsämter zu verteidigen wäre."
archive.is/OLjFH