Ich habe lediglich Vermutungen, die auf persönlichen Beobachtungen beruhen. Beide betroffenen Kollegen sind bereits lebensälter und stehen kurz vor der Pensionierung. Beide Kollegen werden nicht müde, immer wieder zu erzählen, dass sie sich in der Vergangenheit mehrfach durch den Dienstherren schlecht behandelt, übergangen oder schlichtweg betrogen gefühlt haben. [...] In diesem Fall wurden eben über einen längeren Zeitraum Erwartungen enttäuscht, sodass diese grundsätzliche Abneigung gegen den eigenen Dienstherren und damit auch die Bundesrepublik und ihre Vertreter entstanden ist.

Beide Kollegen sind im Übrigen auch wenig durch Argumente zu überzeugen. Das Totschlagargument ist stets: 'Diese Information kommt aus den Systemmedien. Wer so was konsumiert, kapiert sowieso nicht, wie sie uns belügen.'

[...] Es wäre einfach, das Ganze als 'Alter-Mann'-Gebrummel abzutun und schlicht die Pensionierung der Kollegen abzuwarten. Aber das ist der falsche Weg in meinen Augen. Diesen Kollegen muss Paroli geboten werden. Diesen Kollegen muss möglichst klar und deutlich und so oft es geht klargemacht werden, dass diese Einstellung im Polizeiberuf nichts verloren hat. Und dies sehe ich als meine Aufgabe an. Leider erscheint mir diese Aufgabe immer häufiger sehr, sehr sinnlos.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-01/corona-leugner-polizei-querdenker-polizisten-demonstration-verschwoerungstheorien

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