„Nun legt [die taz] jedoch nach und veröffentlicht einen weiteren Artikel, ein „Lob des Abfalls“. Das mit dem Abfall, so soll dem Leser nahegelegt werden, sei ja gar nicht negativ gemeint gewesen, denn: „Nur das pathologische Reinlichkeitsbedürfnis der Moderne macht aus spannenden Müllhalden und abenteuerlichen Schrottplätzen tabuisierte, angstbesetzte Angelegenheiten, setzt sie mit Leprakolonien gleich, macht sie zu Un- und Antiorten.“
[…]
Gedankenexperiment: In einer konservativen oder rechten Zeitung wären Flüchtlinge mit „Abfall“ verglichen worden. Die Reaktionen wären zu Recht empört gewesen, man hätte das „menschenverachtend“ genannt. Und wenn die Zeitung sich damit gerechtfertigt hätte, man habe ja nur „gute Besserung“ gewünscht – dann wäre das zu Recht als „zynische Menschenverachtung“ oder ähnliches gebrandmarkt worden.“
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/taz-ist-unbelehrbar-man-kann-gewaltverbrecher-sein-oder-armin-laschet/