Seit acht Monaten steht Oliver Dörre an der Spitze des
Radar- und Sensorspezialisten Hensoldt. Jetzt hat er die neue Konzernstrategie mit dem markanten Projektnamen „
North Star“ vorgestellt.
Nach rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr erwartet Dörre bis 2030 eine Umsatzverdoppelung auf rund fünf Milliarden Euro. Dies soll vor allem durch eigenes Wachstum erreicht werden, kündigte der 55-Jährige auf dem Kapitalmarkttag in London an.
Rechnerisch wäre dies ein Umsatzplus von durchschnittlich jährlich knapp 14 Prozent.Der Konzern setzt darauf, dass Rüstungselektronik künftig stark gefragt ist. „
Mittelfristig wird der Auftragseingang deutlich schneller wachsen als der Umsatz“, lautet die Hensoldt-Prognose. Es werden also mehr Aufträge erwartet, als abgearbeitet werden können.
Ende September lag der Auftragsbestand bei 6,6 Milliarden Euro. Mittelfristig soll sich zudem die operative Marge leicht verbessern.
Bemerkenswert ist der neue zusätzliche
Hensoldt-Schwerpunkt SDD. Die Abkürzung steht für „
Software-Defined Defence“ und bedeutet vereinfacht dargestellt, Daten aus unterschiedlichen Plattformen wie Panzern, Flugzeugen, Schiffen oder Satelliten zu sammeln und in Echtzeit – auch mithilfe künstlicher Intelligenz – zu analysieren.
https://www.welt.de/wirtschaft/article254845554/Hensoldt-Gewaltige-Masse-moeglicher-Gegner-bekaempfen-so-funktioniert-North-Star.html@
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