Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit.
Im Jahr 1972 sorgte er für einen innenpolitischen Skandal, als er sich in einem Essay mit der Person und dem Werdegang von Ulrike Meinhof beschäftigte und die Berichterstattung der Springer-Presse scharf angriff. In konservativen bzw. Regierungskreisen galt er seitdem als „geistiger Sympathisant“.
Nachdem Böll dem Springer-Konzern Stimmungsmache vorgeworfen hatte, eskalierte der Springer-Verlag. Es wurde eine Hetzkampagne gegen den Schriftsteller organisiert, die in Forderungen nach seiner Ausreise gipfelte.
1974 erschien Bölls bekanntestes Werk "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".
Böll trat demonstrativ aus der katholischen Kirche aus. Er unterstützte u.a. die gegen die NATO-Nachrüstunggerichtete Friedensbewegung.
t.me/SandraGabriel269