Fitzek will auf dem im Wald liegenden Landgut ein sogenanntes Gemeinwohl-Dorf errichten. Seine Anhänger sollen auf dem Gelände eigenständig leben können. Laut einem eigenen Werbevideo will der Reichsbürger auf dem Schloss auch sogenannte "Systemausstiegsseminare" anbieten. All das sind typische Vorhaben der Reichsbürger-Szene: "Pseudo-legale Parallelstrukturen" zu den real existierenden staatlichen und wirtschaftlichen Strukturen aufzubauen, um potenzielle "Bewohner der Gemeinwohldörfer" mit reichsbürgertypischen, extremistischen Ideologien zu indoktrinieren. So beschreibt es der sächsische Verfassungsschutz.

Tatsächlich wurde Fitzek 2017 wegen Untreue und des unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften vor dem Landgericht Halle verurteilt. Das Verfahren ging bis zum Bundesgerichtshof, wurde dann wegen Rechtsfehlern zurückverwiesen ans Landgericht und dort am Ende eingestellt. Ein Sieg für Fitzek, ärgerlich für die Justiz. Er erzählt selbstbewusst, dass er sich vor allem um die Konflikte mit den Behörden kümmere: "Das mache ich alles alleine. Weil es niemanden gibt, der im Königreich Deutschland über die Kompetenzen verfügt, um mit der BaFin klarzukommen." Mit einem Lächeln erklärt er, dass er die BaFin bisher immer gern und gut allein beschäftigt habe. "Der BGH hat ja sämtliche Verurteilungsgründe aufgehoben, die im Landgericht noch vorgebracht wurden, und so ist die BaFin für mich nur noch ein zahnloser Tiger."


https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/reichsbuerger-fitzek-koenig-deutschland-sachsen-114.html

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