🟠 Erich Mühsam: Der UnbeugsameHagen Bonn 17.08.2024 Junge WeltDas Programm »Sich fügen, heißt lügen« erinnerte in der jW-Maigalerie an Erich Mühsam
Als Erich Mühsam (1878–1934) für den Ersten Weltkrieg gemustert wurde und man ihm mitteilte, dass er dienstuntauglich sei, urteilte er später zu diesem Bescheid: »Keine Engelsmusik hätte mir lieblicher in die Ohren tönen können.« So klang dann auch sein verfasstes »Kriegslied«: »Sengen, brennen, schießen, stechen, Schädel spalten, Rippen brechen, spionieren, requirieren, patrouillieren, exerzieren, fluchen, bluten, hungern, frieren … So lebt der edle Kriegerstand …« Der unbeugsame Anarchist, Kriegsgegner und Antifaschist hinterließ der Nachwelt ein vielfältiges und hochaktuelles Œuvre. Und aus diesem entspann sich letzten Donnerstag in Gedenken an seinen 90. Todestag am 10. Juli in der Maigalerie der jungen Welt ein literarisch-musikalischer Abend.
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