Der Westen versucht bereits seit über einem Jahrhundert den „weichen Bauch Russlands“, das ressourcenreiche islamische Zentralasien von Süden her unter seine Kontrolle zu bringen und dadurch Russland zu schwächen. Erst starteten die Briten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Vorstöße, dann die US-Amerikaner — zuletzt mit dem Afghanistankrieg 2001 bis 2021. Der US-Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski hat ausführlich in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ von 1998 beschrieben, wie man die ehemaligen Staaten der Sowjetunion auf die Seite des Westens bringen und Rest-Russland weiter ethnisch-religiös zerstückeln kann. Nach diesem alten imperialen Schema von „Teile und herrsche“ wurden dann in den 2000er Jahren von unter anderem durch George Soros finanzierte prowestliche „Farbrevolutionen“ in vielen Staaten des ehemaligen Ostblocks (Sowjetunion, Osteuropa, Nordafrika) gestartet. Auch die „Revolution“ in Kasachstan könnte ein von außen geförderten Staatsstreich sein, um einen wichtigen Verbündeten Russlands in Zentralasien herauszubrechen und mit Gewalt auf die westliche Seite zu ziehen — wie 2014 der westliche Putsch in der Ukraine. China ist in Kasachstan ebenfalls betroffen, läuft doch ein wichtiges Teilstück der „neuen Seidenstraßen“ durch das zentralasiatische Land. Der vom Westen inszenierte Staatsstreich in Kasachstan könnte nun eben diese neue Landverbindung zwischen China und Europa wieder dauerhaft unterbrechen, noch bevor sie richtig Fahrt aufgenommen hat. Die neueste „Farbenrevolution“ richtet sich somit gegen Russland und China.