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☮️ Die Abschaffung des Krieges: Von Kant bis Luxemburg: Literatur gegen das TötenUlrike Heider 29.07.2024 Junge WeltWann, warum und wie genau die Menschen den Krieg erfunden haben, ist bis heute ungeklärt. Auch die Frage, ob der Urmensch, wie Hobbes glaubte, kriegerisch oder, wie Rousseau phantasierte, friedlich war, bleibt offen. Eins aber scheint sicher zu sein, nämlich dass es schon immer Menschen gab, die für den Krieg nichts übrig hatten. Zu den ersten schriftlichen Zeugnisse dafür gehört die bekannteste der Komödien des Aristophanes. »Lysistrata« aus dem Jahr 411 v. Chr. erzählt die schöne Geschichte der Athenerin, die einen Sexstreik der Frauen ihren Männern gegenüber anzettelt, um gegen den Krieg zwischen Sparta und Athen zu protestieren. Das Beispiel macht Schule, und die Frauen Spartas schließen sich an. Gemeinsam besetzen die Griechinnen die Akropolis, beschlagnahmen die Kasse, aus der der Krieg finanziert wird, und erzwingen so den Frieden.
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