Letzteres legt nahe: Viele Kranke, die von Kliniken als „COVID-19-Patienten“ ausgewiesen werden, haben offenbar gar keine COVID-19-Symptome.

Dem DIVI lägen fallbezogene Daten nicht vor, Kriterium für eine Einordnung als COVID-19-Fall sei ein positiver Test, hieß es von dort auf Nachfrage der Autorin. Für die Vermutung sprechen aber die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Seit März 2020 wurde demnach bei nur knapp einem Prozent der bislang in Deutschland rund 2,7 Millionen positiv Getesteten eine Lungenentzündung diagnostiziert. Am 23. März 2021 waren dies 26.723 Betroffene. Zum Vergleich: Jährlich behandeln deutsche Kliniken bis zu 290.000 Patienten mit Lungenentzündung.

Eine Recherche der ZEIT ergab zudem: Bis zu 30 Prozent aller Klinikpatienten, die als COVID-Kranke ausgewiesen waren, kamen wegen völlig anderer Probleme, etwa nach einem Unfall oder zur Entbindung. Sie wurden lediglich zufällig positiv getestet. Darüber berichtete unter anderem der Nordkurier.

➠ https://www.rubikon.news/artikel/die-klinikluge

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