Das findet der aus Sri Lanka stammende Soziologe Ganga Jey Aratnam. Nachfolgend einer Aneinandereihung von denkwürdigen Zitaten aus einem Interview von 2020, die sich nicht nur der Schweizer deutlich vor Augen führen könnte:
Wer sich in der Schweiz gegen die Vielfalt ausspricht, hat in der Regel höchstens kurzfristig Erfolg.
Die Einwanderung lässt sich auch mit neuen Gesetzen nicht mehr bremsen. Dem stehen Menschenrechte, die Einbindung in Europa und unsere Wirtschaftsstruktur entgegen. Heute sind wir zu stark vernetzt und eingebunden.
Die Schweiz sollte die Hypervielfalt als ihre Kultur ansehen. Darauf kann sie auch stolz sein! Die Schweizer Kultur geht nicht verloren, sie entwickelt sich. Der Sozialvertrag des 21. Jahrhunderts ist die Anerkennung der Vielfalt.
Deshalb finde ich, dass es Integrationskurse für Einheimische geben soll. Wir haben ja bereits Integrationskurse für Zugewanderte. Das ist auch gut so. Für Einheimische sind solche Kurse aber auch nötig, denn sie werden langsam zu einer Minderheit.
Vor Jahrzehnten hatten Soziologinnen und Volkswirtschaftler die Vision, dass die zunehmende Mobilität zu grosser, globaler Migration führen wird. Dies ist nicht eingetreten. 2019 lebten weltweit nur 3,5 Prozent der Menschen in einem anderen Land, als sie geboren sind. Hierzulande sind es 30 Prozent. In vielen Weltgegenden ist die Migration praktisch irrelevant.
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