„Mitgebrachte Qualifikationen und Fähigkeiten passten oft wenig zu den Anforderungen in Deutschland. Deutsch konnten viele bei der Ankunft nicht. "Geflüchtete haben aus vielen Gründen schlechtere Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt, das Bildungssystem und andere gesellschaftliche Bereiche als Migrantinnen und Migranten, die auf anderen Wegen nach Deutschland gekommen sind, etwa über Erwerbsmigration oder Familiennachzug", schreibt der Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker in einer aktuellen Studie.
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Tatsächlich fällt die Bilanz nach fünf Jahren gemischt aus. Die Integration auf den Jobmarkt hakt, klappt aber auch oft gut. Ungefähr die Hälfte der erwerbsfähigen Flüchtlinge, die heute in Deutschland sind, hat einen Job. Wiederum die Hälfte davon arbeitet auf Fachkräfteniveau, sagt Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg.
Deutschland liegt laut BA bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt besser als andere Länder. Es gebe jedoch deutliche Unterschiede bei den Betroffenen, sagt Terzenbach. Frauen seien schwieriger zu integrieren. Ein Grund: traditionelle Rollenmuster - zuständig sind sie laut dem BA-Vorstandsmitglied oft für die Kinder, für die Familienarbeit. Deswegen nähmen sie oft nicht in ausreichendem Maße an Integrations- und Qualifizierungskursen teil.
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Viele, die in Deutschland bleiben dürfen, bekommen nur zeitlich befristeten Schutz. Von den 1,36 Millionen Geflüchteten, die zum Jahreswechsel in Deutschland anerkannt waren, hatten laut Statistischem Bundesamt 80 Prozent nur Schutz auf Zeit erhalten.“
https://www.focus.de/politik/deutschland/fluechtlinge-5-jahre-nach-merkels-wir-schaffen-das-frauen-schwerer-zu-integrieren_id_12252311.html