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Sie arbeiten an MRNA - Impfstoffen gegen Depressionen.


Bei Patienten mit Depressionen ist die mRNA-Methylierungssignatur verändert 

Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und des Max-Planck-Weizmann Labors für Stressforschung hat gezeigt, dass Stress die m6A-Signatur des Gehirns verändert [5]. Mäuse, die kurzfristig Stress ausgesetzt waren, wiesen schon nach wenigen Stunden eine Gehirnregionsabhängige Veränderung der m6A-Signatur auf. Um den zugrundeliegenden Mechanismus genauer untersuchen zu können, wurden genetisch manipulierte Mauslinien verwendet, die es ermöglichten, gezielt m6A-regulierende Proteine in erregenden Nervenzellen auszuschalten. Abhängig davon, welcher m6A-Regulator ausgeschaltet wurde, veränderte sich die Menge an m6A in den untersuchten Gehirnregionen. Mäuse, denen entweder ein m6A-Löscher (Fto), oder ein Teil des m6A-Schreibkomplexes (Mettl3) fehlte, zeigten Veränderungen in der Genexpression und in stressbedingten Verhaltensweisen: beide Mauslinien wiesen ein verstärktes Angstgedächtnis sowie Veränderungen im spontanen Grabverhalten auf.

Ob die Aktivierung des Stresssystems auch beim Menschen zu einer Veränderung in der m6A-Signatur führt, untersuchten die Wissenschaftler, indem sie gesunden Probanden und Patienten mit Depression das künstliche Stresshormon Dexamethason verabreichten. Der Vergleich der Blutproben zeigte, dass die Stressinduzierte m6A-Regulation bei Patienten mit Depression eingeschränkt ist. Dies deutet darauf hin, dass m6A eine Rolle bei stressbedingten psychiatrischen Erkrankungen spielen und eventuell als diagnostischer Biomarker verwendet werden könnte.

https://www.mpg.de/12621941/psych_jb_2018

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