Wer Falschinformationen über mögliche Fruchtbarkeitseinbußen durch die Corona-Impfung verbreitet, argumentiert oft molekularbiologisch. Das Spike-Protein des Corona-Virus ähnele einem Protein namens Syncytin-1, das während der Schwangerschaft an der Bildung der Plazenta beteiligt ist, heißt es da. Deshalb können die Antikörper, die der Körper nach der Impfung gegen das Spike-Protein bildet, die Plazentabildung beeinträchtigen. Doch so logisch sich das zunächst anhören mag: Die beiden Proteine ähneln einander in Wahrheit kaum. Zudem müsste, dieser vermeintlichen Logik folgend, dann auch die natürliche Infektion mit dem Coronavirus unfruchtbar machen, weil sie ebenfalls zu Antikörpern gegen das Spike-Protein führt. "Auch dies wurde jedoch weltweit nicht beobachtet", schreibt das RKI.
Es ist vielmehr so: Weil eine Corona-Infektion gefährlich für Mutter und Kind ist, beginnen viele Fortpflanzungsmediziner erst gar keine Fruchtbarkeitsbehandlung, wenn eine Frau nicht gegen Covid-19 geimpft ist.
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