Rico Albat: sorry, es wird noch länger, aber ich möchte hier noch anfügen, was ich heute auch zu Paula P'Cay 's Post "Es brodelt", kommentierte:
Ja so ist es und deshalb möcht ich hier bei dir Paula ein paar intuitiven Gedanken "freien Lauf lassen".
Eigentlich ging's schon ziemlich genau vor einem Jahr los - bei Euch in Berlin, mit den ersten "Grundrecht-Demos".
Jetzt beginnt die 2. Etappe auf unserer 'Frieden-Freiheit-Fahrt' die meinem Empfinden nach aus insgesamt drei (grundsätzlichen) Etappen besteht.
Neben vielen anderen Dingen wird auf der jetzigen Etappe m.E. besonders wichtig sein:
1. Wir brauchen Menschen in Uniformen die noch im Dienst sind und bereit sind ihren Job nicht nur zu riskieren, sondern ihn auch aufzugeben. Für ihre eigene - und unser aller Freiheit. Sie werden wir in der Form brauchen, daß sie während ihres Einsatzes jungen Kollegen (bei denen sie sich sicher sind das sie folgen) sagen "was jetzt zu tun ist" bzw. sie "mitnehmen". Ich sage das hier in der Hoffnung das möglichst viele (in einem wichtigen Widerstandszentrum lebende) aufstehende Menschen wie Du, nochmal dafür sensibilisiert werden und dem ein Stück weit positive/s Energie/Denken geben. Wem dazu eine Idee kommt, weil er/sie vlt. jemanden bei der Polizei hat..umso besser.
Direkt damit verbunden ist 2.: Die alle Zeit existentiell-tragende Säule: 'Wir sind friedlich'.
Das heißt, es kommt besonders JETZT (jedem gegenüber) darauf an: Authentisch-freundlich, offen-geduldig und besonnen-ruhig bleiben. (für mich selbst, als ein im "Feuerzeichen Löwe" -geborener, oft eine der schwersten Übungen 😌)
3. Friedlich.. dennoch gemeinsam KLAR UND BESTIMMT. Beispiel: Alleine es zu wagen überall dort wo es "Pflicht" ist, eine Maske zu tragen, OHNE herumzulaufen, geht mindestens von "anstrengend" bis hin zu Gewalt-eskalierenden, traumatisierenden Ereignissen. Sind wir aber zu zweit.. zu dritt.. und auf Demo's demonstrativ richtig VIELE, die ZUSAMMENHALTEN, ergibt Mut einen Sinn..Wir können gelöst und befreit die Maske fallen lassen und niemand..nein.. niemand mehr kommt und glaubt, dir dein elementarstes Grundrecht verbieten zu dürfen: Freies Atmen. Zusammenhalten heißt dann auch, daß wir gerade auf Demos achtsam und wachsam bleiben. Das wir grundsätzlich friedlich sind, aber auch bereit sind, GEMEINSAM jederzeit deeskalierend einzuschreiten wo es möglich und nötig ist. Wenn wir zusammenhalten schaffen wir Alles. Das war -und bleibt so.
Damit zur 3. und ich denke, wichtigsten Etappe:
"Zusammenhaltend schaffen wir alles". Das klingt simpel und plausibel. In dieser Aussage steckt allerdings ein verborgener Schlüssel, den zu suchen bzw. zu benutzen, wir bisher vermieden haben, m.M.n.
Ich fang' mal so an: Was setzt grenzenlos-starken Zusammenhalt (und das auf ihm bauende, grenzenlos-starke Zusammenwirken) voraus?
Ein klares, bewusstes -wirklich gemeinsames Anliegen. Stellen wir uns folgendes vor: "es ist geschafft", es ist gekippt -wir haben eine Art 'temporären Freiheitsmoment' errungen..
Und dann?
Bleibt der bis dahin gereichte Zusammenhalt bestehen?
Das wird davon abhängen, wie weit wir uns bereits hier und JETZT gemeinsam darüber Gedanken gemacht haben -und auch noch NACH erreichen des Freiheitsmomentums ein gemeinsames, uns zusammenhaltendes Anliegen haben -das wir uns weiter einig sind.. WAS oder WIE wir "zusammen alles schaffen" können.
Momentan sind wir Freiheitssehnenden uns hauptsächlich darüber einig was wir NICHT mehr wollen.
Es wird kurzfristig aber darauf ankommen, dass das 'sich einig sein' und 'Zusammenhalten' auch ohne "NICHT" auskommt. ✌🏻
Sehr gut formuliert, zusätzlich muss man aber das Freudegefühl für das „es ist geschafft“ mit einbringen, da es Energie ist und dann kann der kann das Naturgesetz, welches IMMER funktioniert, der ENERGIE folgen