Ich schreibe dieses klar und deutlich, weil es mir bei einigen Wenigen echt allmählich auf die Nerven geht.

„Immer nur schreiben und nichts machen.“
„Wir müssen auf die Straße.“
„Vom Posten alleine kommt nichts.“

An alle diese profunden Kenner und „Widerstandskämpfer“ möchte ich folgende Fragen stellen:

1. Wo wart Ihr alle bei den zahlreichen Mahnwachen?
2. Wo wart Ihr, als wir vergewaltigte Frauen zu Gericht begleitet haben?
3. Wo wart Ihr, als ich Weihnachten für Obdachlose Essen und Geschenke ausgegeben habe?
4. Wo wart Ihr, als wir warme Kleidung an Obdachlose auf der Straße verteilt haben?
5. Wo wart Ihr, als ich auf Demos öffentlich gesprochen habe?
6. Wo wart Ihr, als ich für herzkranke Kinder oder Tiere in Not gesammelt habe?
7. Wo wart Ihr, als ich für unsere Meinungsfreiheit in Berlin gewonnen habe?
8. Wo wart Ihr auf unseren Spaziergängen zum Schutz unserer Frauen?
9. Wo wart Ihr bei all den Petitionen und Aufrufen?

Was denken diese Leute eigentlich, was ich machen soll?
Mit 10.000 Menschen demonstrieren und die Wende herbeiführen?
Bei unserer vorherrschenden Motivation kriege ich vielleicht mit viel Glück 800 Leute zusammen.
Und während des Kontaktverbotes initiiere ich schon mal rein gar nichts!

Ich höre immer wieder „das kann man ja nicht mehr sagen“ oder „ich kann mir das beruflich nicht leisten“, usw. usw.
Alles klar. Habe ich auch teilweise echt Verständnis für.
Aber ICH stehe doch auch seit Jahren mit meinem Gesicht und mit meinen Taten und meiner Meinung da draußen!
Kann ich es mir leisten?

Ich tue es einfach, weil es mir mein Gewissen befiehlt.
Dafür bin ich sozial geächtet, kriege pausenlos Morddrohungen, mein Konto wurde mir gekündigt und ich habe ein kostspieliges Gerichtsverfahren nach dem anderen, weil ich für mein/unser Recht einstehe.

Und nochmal zum Mitschreiben:
Wenn die Zeit gekommen ist, das heißt, wenn die Mägen nicht mehr zu voll sind und die Angst nicht mehr zu groß, werde ich dazu aufrufen, rechtsstaatlich und friedlich für unsere Heimat auf die Straße zu gehen.
Das wird jedoch weder während des Kontaktverbots passieren noch in nächster Zeit.

Warum?
Weil die Zeit noch nicht reif ist! (Gründe siehe oben)
Und weil wir nur noch eine letzte Chance haben und diese dürfen wir nicht verfrüht verspielen.

Wer das nicht verstehen will, dem wünsche ich weiterhin alles Gute, Glück und Gesundheit und ein freundliches Tschüssikowski!

Allen anderen danke ich für Euer Vertrauen, Eure Unterstützung und Eure Loyalität.

Ich werde Euch nicht enttäuschen.

Deutschland zuerst!

Tim K.

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