Die Urlauber staunten nicht schlecht, als am helllichten Tag an einem gut besuchten Strand auf Südmallorca ein Flüchtlingsboot auftauchte. Viele zückten ihre Handys und machten Fotos und Videos von der Ankunft des Migrantenkahns – eine Szene, welche die Feriengäste bisher nur aus den Fernsehnachrichten kannten und die zu einem Urlaubserlebnis der besonderen Art wurde. In dem kleinen Holzboot mit Außenborder, das am Nachmittag in der Badebucht Cala Gran in der Tourismusgemeinde Santanyí ankam, saßen etwa 20 Menschen. In diesem Fall handelte es sich um ein kleines Boot. Doch es stranden immer größere Migrantenboote auf der zu Spanien gehörenden Balearischen Inselgruppe. Mit Abschiebung müssen die auf den Balearen ankommenden Algerier übrigens nicht rechnen. Nach ein bis zwei Tagen in provisorischen Aufnahmelagern werden die meisten Migranten mit der Fähre aufs spanische Festland gebracht, wo sie sich frei bewegen können. „Die Balearen dienen den Ankommenden als Sprungbrett nach Europa” Noch größer als auf Mallorca ist der Migrationsdruck auf den ebenfalls zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/mehr-fl%C3%BCchtlinge-auf-mallorca-doch-die-insel-ist-nicht-ihr-ziel/ar-AA1q3suk?ocid=msedgntp&pc=ACTS&cvid=375a20194a454854805968e2b906e125&ei=21