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"Sie soll vor dem Coronavirus geschützt werden – aber niemand hat gefragt, ob sie das auch will."

"Das Schlimmste, sagt Helga Witt-Kronshage, ist gar nicht die Einsamkeit ... und schon gar nicht die Angst vor dieser vermaledeiten Seuche. Es ist die Tatsache, dass niemand sie gefragt hat."

"Seit sieben Wochen hat sie kaum etwas anderes gesehen. Sie (darf) keinen Besuch empfangen. Sie darf nicht hinaus. ... Und sie durfte, als es einen Corona-Verdachtsfall unter den Pflegern gab, noch nicht einmal mehr auf den Flur vor ihrem Zimmer. Im Strafvollzug nennt man das Einzelhaft."

“Ich weiß ja, dass ich nicht mehr lange zu leben habe”, sagt sie. “Das ist nicht schlimm. Aber niemand hat mich gefragt, ob ich meine letzte Lebenszeit so verbringen will.” ... “Sie würde, wenn sie Covid-19 bekäme, sicher nicht beatmet werden wollen”, sagt ihre Tochter. “Sehr wohl aber würde sie wollen, dass sie, wenn sie im Sterben liegt, einen Angehörigen bei sich hat und nicht allein ist.”"

http://archive.is/ur91q

3 comments

Es ist zu befürchten, der Wille der Menschen spielt (vorerst) keine Rolle mehr.
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Es ist zu befürchten, der Wille der Menschen spielt (vorerst) keine Rolle mehr.
Anm.: Aus Perspektive der "Menschwerdung" dürfte das alles nun leider notwendig sein.
Falls jemand sich fragt, was ein 86 jähriger der Gesellschaft noch geben kann: Weisheit. Daran mangelt es zur Zeit ganz eklatant.