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User-Frage: Drohen durch mRNA-Impfungen Fehlbildungen bei Babys - Stichwort Contergan?

(...)Zahlreiche User haben uns Fragen zum Thema „Impffolgen“ geschickt, besonders die Themen Schwangerschaft und Fruchtbarkeit haben viele beschäftigt.
Beate Hafeneder aus Reisbach hat interessiert, ob sich eine mRNA-basierte Anti-Covid-Impfung negativ auf zukünftige Kinder auswirkt. Sie will wissen, ob junge Frauen, die sich jetzt impfen lassen, später möglicherweise fehlgebildete Kinder bekommen – Stichwort Contergan.

Was damals niemand wusste: Contergan beeinflusste die Entwicklung von Embryonen, in den Folgejahren wurden tausende Kinder mit schwersten Fehlbildungen geboren.

Manch einer sorgt sich nun, dass es bei der Corona-Schutzimpfung zu ähnlichen Komplikationen kommen könnte. Doch ist diese Angst berechtigt?

(...)Die Idee, dass mRNA-Impfstoffe Kinderschäden verursachen können, ist wissenschaftlich nicht belegt. Es gab keine Schwangeren in den klinischen Studien mit SARS-CoV-2, aber man weiß anhand von anderen Impfstoffen (z.B. Influenza), dass nicht replizierende Impfstoffe dem Fötus grundsätzlich nicht schaden“, erklärt er in einer schriftlichen Stellungnahme(...)

Trotzdem raten Experten aktuell von Immunisierungen bei Schwangeren ab. Im epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist zu lesen: „Zur Anwendung der mRNA-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht.“ Grund dafür ist jedoch schlicht die dünne Informationslage. Anzeichen, dass sich mRNA-Impfstoffe negativ auf die Kindesentwicklung auswirken, gibt es derzeit nicht, wie unter anderem auch „Aponet“ berichtet. (...)

Stonehouse sagte der „BBC“, sie halte es für nahezu unmöglich, dass sich die Anti-Covid-Spritze der Fertilität einer Frau schade. Das bestätigt auch Biologe Cicin-Sain, der am Helmholtz-Institut die Forschungsabteilung „Immunalterung und Chronische Infektionen“ leitet. „Wenn es um eine Kreuzimmunantwort zwischen dem viralen Spike-Protein und Eiweißen aus der Plazenta (Mutterkuchen) geht, die angeblich die Fertilität beeinträchtigt, ist die Lage sehr klar: Das macht keinen Sinn“, schreibt er.

Und ergänzt: „Wenn das so wäre, dann würden ähnliche Effekte auch während der SARS-CoV-2-Infektion und/oder Impfung mit anderen Impfstoffen stattfinden, da in allen Fällen Antikörper gegen das Spike-Protein gebildet werden.“

Insgesamt bedeutet das also: Es ist nicht davon auszugehen, dass mRNA-basierte Corona-Impfstoffe wie der von Biontech und Pfizer Fehlbildungen bei Embryonen auslösen. Da die Datenlage aktuell noch sehr dünn ist, werden Impfungen schwangerer Frauen derzeit jedoch nicht empfohlen.

Das könnte sich aber bald ändern: Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Biontech und Pfizer eine klinische Studie starten, bei der ihr Corona-Präparat an 4000 gesunden schwangeren Frauen ab 18 Jahren getestet wird.(...)“

https://www.focus.de/politik/deutschland/politik-im-check-meine-frage-focus-de-warum-haben-asylbewerber-eine-hoehere-impfprioritaet-als-viele-schwerkranke_id_12327119.html

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