"Immunität für alle: Mal wieder Größenwahn...Das ist die tiefe Weisheit des Spruches „Errare humanum est”. Es ist Vorsicht geboten bei allem, was von Menschen gemacht ist und nachher nicht mehr korrigiert wird. Deshalb hat der Spruch eine wichtige Fortsetzung: „Perservare diabolicum“ – auf dem Fehler zu beharren, ist teuflisch...

Es besteht die Gefahr, dass eine Entwicklung über sich hinauswächst und ein Zerstörungspotenzial entfaltet, das – wehe, wenn es losgelassen – nicht mehr einzufangen ist. Schlimm genug. Es kommt noch schlimmer: Auch Menschen können ein gefährliches Zerstörungspotenzial freisetzen, wenn sie sich in eine Massenhysterie hineinsteigern.

Dann wächst zusammen, was besser nicht zusammenwachsen sollte: Jakobinismus und Guillotine. Der Rückfall in vorzivilisatorische Verhaltensweisen geht dann selbstverständlich Hand in Hand mit der neuesten technischen Errungenschaft; ein brutales Rudelverhalten darf sich in der Gewissheit austoben, den Segen der Wissenschaft zu haben und sich auf dem neuesten Stand der Forschung zu befinden...

Auch bei dem Projekt der menschengemachten Immunität geht die Forschung neue Wege...Neue Wege sind auf jeden Fall nötig, denn womöglich ist auch das Virus, das es heute zu bekämpfen gilt, ebenfalls menschengemacht (dazu kann ich nichts sagen) – wie auch immer: Nun ist es halt da.

Alle Hoffnungen ruhen im Moment auf Massenimpfungen und auf der Umerziehung der gesamten Menschheit, die es sich angewöhnen soll, Abstand zu halten, Masken zu tragen und am besten alleine zuhause zu bleiben. Wir stecken in einem riesigen Menschheitsexperiment mit ungewissem Ausgang.

Das ist eine gute Gelegenheit, einen scheuen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Was ist eigentlich aus der menschengemachten Pflanze geworden? Es war einmal ein gigantisches Projekt, das sich als gigantisches Unglück erwiesen hat...

Da wir mit „heutigem Wissen“, um Jens Spahn zu zitieren, in Ruhe auf das blamable Experiment zurückblicken können, wird es uns leichtfallen, das Scheitern in diesem Fall einzugestehen. Wir können uns bequem zurücklehnen und leise aufstöhnen: „Wie konnte man nur auf so einen Schwindel hereinfallen?!“

Nun können wir die Fälle miteinander vergleichen. Wir können nun das Schicksal der menschengemachten Pflanze als Kontrastfolie nutzen und uns fragen: Was kommt uns bekannt vor?

Kann der Versuch, eine menschengemachte Pflanze zu schaffen, ein paar Schlaglichter auf die Projekte werfen, in denen wir gerade bis zum Hals stecken? Dann können wir die Frage auch im Präsens stellen: „Wie kann man nur auf so einen Schwindel hereinfallen?!

Wie wäre es, wenn wir eine neue Pflanze allein mit von Menschen kontrollierten Mitteln herstellen? Allein durch Propaganda und Pädagogik! Allein dadurch, dass wir die Pflanze richtig erziehen, ihr gut zureden und uns dabei voll und ganz auf die sozialen Einflüsse verlassen, die auf so eine Pflanze einwirkt? Alles, was von Natur aus gegeben sein könnte, ignorieren wir einfach. Geht das?

Man hat es versucht. Die Eigenschaften von Kulturpflanzen und anderen Organismen werden nämlich nicht – wie man bisher dachte – durch Gene bestimmt, sondern einzig und allein durch Umweltbedingungen. Das war grob gesagt die Vorstellung, die dem sogenannten Lyssenkoismus zugrunde lag.

Trofim Denissowitsch Lyssenko wird heute widerspruchslos als „Scharlatan“ angesehen, als „Fälscher“; seine Wirkung gilt allgemein als „katastrophal“.

Zu seiner Zeit führte kein Weg an ihm vorbei. Er verwarf die herrschende Lehre der Genetik als „bourgeoise“, als „faschistisch“, als „unsozialistisch und damit falsch“ und behauptete, es gebe überhaupt keine Gene, und man könne verschiedene Getreide-sorten allein durch geeignete Kulturbedingungen umwandeln.

Es würde dann eine regelrechte „Artumwandlung“ stattfinden, bei der etwa aus Weizenkörnern Roggenpflanzen hervorgehen könnten. Manche Pflanzen wurden daraufhin so nebeneinander platziert, dass sie sich „solidarisch“ verhalten und sich....
https://www.achgut.com/artikel/immunitaet_fuer_alle_Mal_wieder_Groessenwahn

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