Ein Bericht von 2019
https://www.deutschlandfunk.de/vor-dem-russland-afrika-gipfel-in-sotschi-russlands-100.htmlAllein
19 Militärabkommen hat die russische Regierung in den letzten vier Jahren mit afrikanischen Staaten geschlossen. Mitte nächster Woche lädt Russland zum Russland-Afrika Gipfel nach Sotschi. 40 afrikanische Staats- und Regierungschefs sollen ihre Teilnahme zugesagt haben.
Benno Müchler: Das prominenteste Beispiel ist wahrscheinlich die Zentralafrikanische Republik. Da soll Russland nach eigenen Angaben 200 Militärberater im Einsatz haben. Der oberste Sicherheitsberater des zentralafrikanischen Präsidenten Touadéra ist ein Russe. Und dieses Beispiel stellt einerseits das Interesse Russlands dar und auch das Angebot, was es hat. Russland ist hier eine Militärkooperation mit Zentralafrika eingegangen und versucht im Gegenzug, Zugang zu den Uranvorkommen in der Zentralafrikanischen Republik zu bekommen.
Andere Beispiele sind Algerien, der größte Empfänger russischer Waffenexporte. In der Vergangenheit hat Russland Abkommen mit Algerien geschlossen. Da geht es um die Ausbeutung verschiedener Gas-Felder in Algerien. Ein alter oder beziehungsweise neuer Partner ist Angola. Alter deswegen, weil Russland zu Zeiten der Sowjetunion Angola bereits beim Aufbau des Einparteienstaates unterstützte.
Angola ist ein sehr rohstoffreiches Land, hat Diamanten, Öl, Gas und andere Rohstoffe. In diesem Jahr war beispielsweise der angolanische Präsident in Moskau und hat mehrere Abkommen mit Wladimir Putin unterzeichnet, wo es einerseits um Militärkooperationen geht, andererseits aber auch um Zugänge zu diesen Rohstoffen für Russland. Und ein viertes und sehr wichtiges Beispiel ist der Sudan.
Russland versucht durch die Kooperation und die Bindung mit neuen afrikanischen Regierungen seine Position in den Gremien der Vereinten Nationen zu stärken.Im Sudan war Wladimir Putin 2017 mit dem früheren Präsidenten Umar al-Baschir, der vom Internationalen Strafgerichtshof verfolgt wurde, bereits ein Abkommen eingegangen. Da geht es um den Bau einer russischen Luftwaffenbasis am Roten Meer. Und andererseits sollte das russische Militär auch das sudanesische eben mit Waffen, mit Munition, mit Intelligenz unterstützen. Das ist die eine Seite der Kooperation. Im Gegenzug wurde Russland bevorzugte Zugänge zu den sudanesischen Goldreserven versprochen
@
https://t.me/PaulaPCay