• Die feindliche Übernahme — Daniela Dahn erklärt in ihrem Buch, warum die Wiedervereinigung alles andere als ein Befreiungsschlag war.
Der DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann sagte einst, er habe auf das richtige Pferd gesetzt. Leider habe es verloren. Beim Lesen von Daniela Dahns neuem Buch, das sie im Untertitel „eine Abrechnung“ mit der Einheit nennt, musste der Autor immer wieder an Gundermann denken. Daniela Dahn ist bekannt — unter anderem als Mitherausgeberin der Wochenzeitung Freitag und als stellvertretende Vorsitzende des Willy-Brandt-Kreises. In der Schlussphase der DDR war sie Mitbegründerin des „Demokratischen Aufbruchs“. Ihre Kritik an den Verhältnissen ist scharfsinnig und mutig gegen den Mainstream gerichtet. Sie stuft die Annexion der DDR im Klappentext ihres Buches als „eine feindliche Übernahme auf Wunsch der Übernommenen“ ein. — weiter lesen
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