Einige Beispiele: Bei einem CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer liegt der Steuer-Aufschlag bei null. Von 96 Gramm bis 115 Gramm liegt der Aufschlag, wie bisher, bei zwei Euro pro Gramm sowie Kilometer. Ab einem Ausstoß von 116 Gramm pro Kilometer steigt die Klimakomponente vergleichsweise an. Zuerst auf 2,20 Euro, dann auf 2,50 Euro, 2,90 Euro und 3,40 Euro. Der Spitzensatz liegt ab einem Ausstoß von 195 Gramm auf vier Euro. "Die Steuer wird sich im Vergleich zur bisher gewohnten Höhe deutlich verändern", heißt es dazu vom Bundesfinanzministerium.
Für wen sich was ändert: Die meisten Verbraucher werden die Steueränderung nicht bemerkt haben, da diese nur für Neuzulassungen gilt. Und längst nicht alle Verbraucher, die sich für einen Neukauf entscheiden, merken die Neuerung. Beispielsweise sind Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer ausgenommen.
Erst ab einem CO2-Ausstoß von 116 Gramm je Kilometer muss mit einem Aufschlag gerechnet werden. Das bedeutet im Umkehrschluss: Der durchschnittliche Neuwagen wird bei der Kfz-Steuer teurer. Wer sich für ein emissionsarmes Auto entscheidet, kann dagegen sogar sparen: Bis zu einem Schwellenwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer gilt ein neuer Steuerfreibetrag von 30 Euro. Autobesitzer müssen bei Zulassung bis Ende 2024 nur den Steuerbetrag, der über die 30 Euro hinaus geht zahlen. Mit Beginn 2025 läuft diese Regelung allerdings aus.
Wer wie viel mehr bezahlt: Der CO2-Ausstoß lag im Jahr 2019 im Durchschnitt bei einem Wert von 157 Gramm pro Kilometer. Daran orientiert ist das Durchschnittsauto nun jährlich um 15,80 Euro teurer. Beispielsweise wird ein Familienauto, wie der "VW Passat" (120 Gramm pro Kilometer) einen Euro teurer. Bei einem Kleinwagen, wie dem "Opel Corsa" (95 Gramm pro Kilometer), ändert sich hingegen nichts.
Anders sieht es bei SUVs aus. Für einen "VW T-ROC" (151 Gramm pro Kilometer) fallen 11,50 Euro an. Für einen "Audi Q8" (182 Gramm pro Kilometer) sogar fast 42 Euro mehr. Auch bei Sportwagen macht sich die geplante Gesetzesänderung bemerkbarer: Für einen "Porsche 911" (215 Gramm pro Kilometer) wären es fast 100 Euro mehr, für einen "Ferrari 812" (340 Gramm pro Kilometer) fast 350 Euro.
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