"Bisweilen werde ich daran erinnert, daß heute viele Menschen in Deutschland schon gar nicht mehr wissen, was "Selbstschußanlagen" an der innerdeutschen Grenze waren.
Ab 1970 setzte die SED einen neuen Typ von Splitterminen ein, um einen Grenzübertritt aus der DDR heraus zu verhindern. Der hier verlinkte Artikel des NDR über diese "Todesautomaten" erläutert weitere Details. Auszug:
"Die DDR-Führung setzt mehr als eine Dekade lang auf die Selbstschussanlagen. Im Fachjargon heißt die Vorrichtung SM-70. Die Abkürzung SM steht für Splittermine, die Zahl 70 für das Einführungsjahr 1970. Ziel ist, "Grenzdurchbrüche" in die Bundesrepublik zu unterbinden. Die "Unverletzlichkeit der Grenze" stellt für die DDR-Führung eine vorrangige politische Aufgabe dar. Es gilt die Überzeugung, dass jeder erfolgreiche Fluchtversuch politischen Schaden für die DDR bringe."
Der Abbau der letzten dieser Todesautomaten am 30. November 1984 war eine Art Geschenk zu meinem 20. Geburtstag an diesem Tag. Damals hielt man die DDR hierzulande überwiegend noch für einen Unrechtsstaat."
Carlos A. Gebauer
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https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/todesautomaten100_page-1.html