Ich sah mich als emanzipierte Frau nie am Herd und umgeben von vielen Kindern. In der DDR konnte man,und das war,wenn man die Politik Mal aussen vor lässt,das Gute,alles miteinander verbinden. Es war möglich Karriere zu machen,zu studieren und voll zu arbeiten trotz Kindern. Als ich dann 1983 vom Westen frei gekauft wurde,war ich echt erstaunt,wie Rückschritt mich man doch in dieser Beziehung hier war. Auch die meisten Frauen fanden keine Bestätigung oder hatten keine andere Themen als Kinder,Handarbeit und kochen! Ich war damals echt ein Exot mit meiner Einstellung,aber seit 89 hat sich in dieser Richtung vieles geändert und ich begrüße es.
Sie verklären. Ich, auch freigekauft, '82, habe die Krippenkinder gesehen, abgegeben um 6h früh, völlig übermüdet, am Tischbein mit einer Windel auf dem Topf festgebunden, den Blick, wenn endlich wach, auf den netten, ins Fenster geklebten, Panzersoldaten gerichtet. Die sog. "DDR" war grau und völlig übermüdet. Familie und Freundeskreis funktionierten als "Nische", als Oase vor dem nächsten Stress.