Verfassungsschutz Berlin: Der "Islamismus" ist die größte Bedrohung für Demokratie und Menschenrechte

Im Jahr 2022 war der "Islamismus" noch die fünftgrößte Bedrohung. Jetzt steht er auf Platz 1, vor Links- und Rechtsextremismus. Die Berliner Zeitung berichtet:

"In Berlin sind 2380 Personen identifiziert, die aktiv am Sieg dieser Ideologie arbeiten, also an der Machtübernahme. Unter ihnen gibt es gewaltbereite Verfechter und solche, die den Gottesstaat mit legalen Mitteln anstreben, zum Beispiel durch Infiltration und Indoktrination der Moscheegemeinden und vor allem der muslimischen Jugend in den sozialen Medien."

Seit Jahrzehnten wird hierfür dieser Begriff "Islamismus" verwendet. So beschreibt ihn der Verfassungsschutz:

"Der Islamismus ist laut Verfassungsschutz definiert als eine Interpretation des Islam, die die Religion politisiert. Seine Anhänger erheben den Anspruch, „dass der Islam nicht nur eine Religion sei, sondern zugleich eine in Staat und Gesellschaft durchzusetzende Herrschafts- und Gesellschaftsordnung.“

Sie stellen die Werteordnung der „Scharia“ über das Grundgesetz. Sie akzeptieren die Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit ebenso wenig wie die Rechte von Frauen und Minderheiten, wie zum Beispiel Homosexuellen."

Soweit der Verfassungsschutz. Genau das ist der Politische Islam. Er will das Leben der Menschen mit seinem Gesetzeswerk, der Scharia, bestimmen. Alleinige weltliche Macht erringen. Wie damals zu den Zeiten des Propheten.

Der Begriff "Islamismus" ist hingegen verfälschend, denn er erweckt den Eindruck, dass es sich um eine extremistische Form des Islam handele, die mit ihm selber nichts bis wenig zu tun habe. Das stimmt aber nicht.

Der Begriff "Politischer Islam" ist dagegen zielführend. Denn er ist ein Teil des Gesamtkonstruktes Islam. Dieser politische Teil, der einen wesentlichen Anteil am Gesamten hat, ist das Gefährliche. Und der muss unverzüglich in die kritische öffentliche Diskussion.

Der spirituelle Teil, also beispielsweise das aufs Geistliche beschränkte Beten zu ihrem Gott, das Pilgern nach Mekka, das Fasten (solange es die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt), die Armen-Abgabe und die Barmherzigkeit untereinander, ist weitestgehend problemlos und Bestandteil der Religionsfreiheit. All das bedroht nicht unsere Freiheit, Sicherheit, Menschenrechte und Demokratie. Im Gegensatz zum Politischen Islam.

Gunnar Schupelius schreibt es in seinem Artikel für die BZ:

Der radikale politische Islam hat in Berlin Fuß gefasst

Und nicht nur dort. In ganz Deutschland und Westeuropa breitet er sich aus. Die Auswirkungen sind täglich zu beobachten. Ihnen muss nun die ideologische Grundlage entzogen werden. Das ist jetzt die Aufgabe der Regierungen.

https://www.bz-berlin.de/meinung/kolumne/kolumne-mein-aerger/verfassungsschutz-warnt-vor-islamismus

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