Die
Frankenstein - Wissenschaftler mal wieder unterwegs...und haben
null Ahnung! Die Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wollten deshalb mit einer genetischen Untersuchung herausfinden, ob die Paarbindung wirklich nur durch Oxytocin-Rezeptor-Signale gesteuert wird.
Dafür verwendete das Team die
Gen-Schere CRISPR, um Präriewühlmäuse zu erzeugen, die keine funktionierenden Oxytocin-Rezeptoren haben. Wie würden die sich verhalten? Doch entgegen aller Erwartungen sind die
veränderten Wühlmäuse genauso leicht stabile Paarbindungen eingegangen wie ihre normalen Verwandten.Wir waren alle schockiert, dass die Wühlmäuse eine sehr robuste soziale Bindung zu ihrem Sexualpartner zeigten.
Dr. Devanand Manoli, University of California San FranciscoDiese Erkenntnis hat Folgen für die Forschung. Denn seit einigen Jahren wird daran gearbeitet,
Oxytocin als Therapeutikum für Menschen mit sozial-kognitiven Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Schizophrenie zu nutzen. Doch die Ergebnisse des US-Teams zeigen nun, "dass es wahrscheinlich
keine Wunderwaffe für etwas so Komplexes wie Sozialverhalten gibt", meint Manoli. Ihre Studie deute stark daraufhin, dass das aktuelle Modell, dass nur ein einzelner Weg oder ein einzelnes Molekül für die soziale Bindung verantwortlich ist, zu stark vereinfacht ist. Die Oxytocin-Signalübertragung spiele dabei zwar eine wichtige Rolle, aber es müssen noch mehr genetische Mechanismen beteiligt sein, so der Forscher.
https://www.mdr.de/wissen/oxytocin-bindungshormon-liebe-ueberbewertet-100.html@
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