🇩🇪 Berliner Linken-Politikerin Eralp offenbart in internem Dokument Angst vor Terror-Sympathisanten

▶️ Am Mittwochmorgen erreichte das SPIEGEL-Hauptstadtbüro eine E-Mail der Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp. Die Mail war so sicher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, denn das im Anhang befindliche Dokument enthielt interne Notizen, Streichungen und Kommentare, die einen tiefen Einblick in Eralps persönliche Sicherheitslage und Ängste geben.

▪️Vorausgegangen war ein Interview, das SPIEGEL-Journalisten Tage zuvor mit Eralp geführt hatten. Bei der üblichen Autorisierung des Textes passierte ein Fehler: Das an die Redaktion zurückgeschickte Word-Dokument offenbarte noch alle Bearbeitungsschritte von Eralp, ihrem Sprecher und einer weiteren Person.

▪️Aus den Notizen geht hervor, dass Eralp und ihr Mann große Furcht vor propalästinensischen Extremisten mit Hamas-Kontakten haben. So wurde in der autorisierten Fassung beispielsweise eine Frage nach einem Terror-Sympathisanten namens Ibrahim gestrichen. In einer eckigen Klammer merkte Eralp dazu an: „Es gibt ein PROBLEM“ und erklärte, dass ihr Mann und sie keine konkreten Namen nennen wollen, da sie um ihre Sicherheit fürchten.

▪️Der Tonfall im Dokument wirkt zunehmend verzweifelt. Eralp fragt sich, was sie tun soll, und schreibt unter anderem: „Ich kann mich und meine Familie für den SPIEGEL nicht in Gefahr bringen. Was machen wir jetzt? Das ganze Interview stornieren?“ Zur Begründung beruft sie sich auf frühere Empfehlungen des Landeskriminalamts (LKA) aus dem Bereich der Organisierten Kriminalität, wonach keine konkreten Namen genannt werden sollten. Der Fall verdeutlicht das Dilemma einer Politikerin, die sich zwischen ihrer politischen Rolle und der Sorge um den Schutz ihrer Familie bedroht sieht.

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https://archive.is/Doy5V

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