Wider den Bekenntniszwang

"Bemühungen zu erklären, dass ein Zeitalter, eine Gesellschaft, eine Biografie, ein Kunstwerk oder Quergedachtes niemals auf eine Meinungsformel zu bringen sind, scheitern oft. Viele wollen gar nicht offen, sachlich, kritisch, tolerant diskutieren, einander zuhören, sich bilden, dialektisch denken, neu erkennen, abwägen, abwarten, zweifeln, fragen."

"Für mein Gefühl haben bloße Bekenntnisse etwas Eiferndes, Religiöses, Militantes. Verwachsen Meinungen zu Dogmen, beflügeln sie nicht, sondern lähmen. Die Welt ist nun mal komplex. Die Offenbarung einer Position, die lediglich einen Augenblick und auch den nur grob erfassen kann, belässt mich unter den eigenen geistigen und gesellschaftlichen Handlungsansprüchen."

archive.is/SBhUy

t.me/SandraGabriel269

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