Lebendigkeit☀️🎶🌈🔥💞🌬🌀

Newsletter von Gerald Hüther vom 28.01.21

Ja, wir brauchen die Verbundenheit in einer Gemeinschaft, aber nicht, um uns gegenseitig zu überwachen oder in abstrusen, rechthaberischen Vorstellungen zu stärken, auch nicht, um auf dem Sofa gemeinsam von einer friedvollen Welt zu träumen. Wir brauchen Gemeinschaften, deren Mitglieder sich gegenseitig stärken und einander helfen, die in ihnen angelegten Potentiale zu entfalten. Das aber gelingt nur solchen Menschen, die nicht als bedürftige, als unzufriedene, als nach Anerkennung und Bedeutsamkeit strebende Klugscheißer, Besserwisser und Alleskönner unterwegs sind.

Deshalb haben wir jetzt aus der Akademie heraus eine Initiative gestartet, die Website ist eben fertig geworden (liebevoll. jetzt). Die Botschaft ist ganz einfach: Wer außerstande ist, liebevoll mit sich selbst umzugehen, also auf die Stillung seiner lebendigen Bedürfnisse zu achten anstatt sich ständig an die Erwartungen anderer anzupassen, wird auch keine liebevolle Beziehung zu anderen Menschen, auch nicht zu anderen Lebewesen eingehen und gestalten können. Es geht um die Wiederentdeckung der eigenen Lebendigkeit. Noch nie war das so wichtig wie heute und vielleicht wird daraus eine sich ausbreitende Bewegung von Menschen, die den Zauber des Lebendigen in all seinen Formen bewundern und bewahren statt ihn weiterhin und dann womöglich endgültig zu zerstören. Nur wer mit seiner eigenen Lebendigkeit verbunden ist, hört auf, das Leben für seine Ziele und Absichten zu instrumentalisieren.

Eine "Brave New World" ist nicht das, was wir für die Aufrechterhaltung unserer Lebendigkeit und Vielfalt brauchen. Wer damit beginnt, etwas liebevoller zu sich selbst zu sein, wird schnell spüren, welche stärkende, beglückende und gesund erhaltende Kraft daraus erwächst. Menschen, die sich auf diese Weise wiedergefunden haben, lassen sich nicht mehr wie aufgescheuchte Hühner von anderen umher jagen. Die hören auch auf, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und die müssen auch nicht warten, bis alle Anderen damit anfangen, ebenfalls liebevoller als bisher zu sich selbst zu sein. Die entscheidenden Veränderungen werden nicht von den jeweiligen Machthabern gemacht, die entstehen dadurch, dass viele Einzelne ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Solche Menschen sind fortan resistent gegen Angstmacher, sind nicht mehr verführbar und auch nicht länger manipulierbar.

Deshalb wäre es gut, wenn wir schon unseren Kindern zeigen, was es heißt, liebevoll zu sich selbst zu sein und seine lebendigen Bedürfnisse nicht unterdrücken zu müssen. Dazu habe ich ein kurzes Video gemacht, das sich viral verbreitet hat. Eine halbe Million Aufrufe ist schon eine ganze Menge und das stärkt sicher nicht meine Beliebtheit bei all jenen Zeitgenossen, denen solche Botschaften unbequem sind.

Und um das Ganze noch abzurunden, habe ich in der von allen Verpflichtungen freigewordenen Zeit noch ein kleines aber feines Buch geschrieben. Es erscheint Ende Februar unter dem Titel Lieblosigkeit macht krank.

Passend dazu wünsche ich euch und Ihnen allen allerbeste Gesundheit.
Mit einem herzlichen Gruß aus Witzenhausen, auch von meiner Frau,

Gerald Hüther

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