Überflüssige Gladiatoren-Geste: Mit dem Kniefall unterwerfen sich Fußballer keiner Moral, sondern dem Zeitgeist
Fußball ist ein Sport, bei dem zweiundzwanzig Leute ständig in Bewegung sind. Auf Knien sah man Spieler nur, wenn sich die Schnürsenkel gelöst hatten.
Das war einmal. Bei der Europameisterschaft scheint der Kniefall wichtiger zu sein als die Bananen-Flanke. Er entscheidet, wer gegen Rassismus eintritt und wer in den Ruch der Fremdenfeindlichkeit gerät.
Es ist lächerlich, einen Sport des Rassismus zu verdächtigen, in dem in europäischen Teams afrikanische, arabische und asiatische Spieler selbstverständlich sind. Fans wiederum, die schwarze Spieler beleidigen, verstehen nichts von Fußball und gehören nicht ins Stadion.
Ein Kniefall ist eine Unterwerfungsgeste unter eine höhere Macht. Doch die Spieler beugen sich keiner Moral, sondern dem gnadenlosen Wohlfahrtsausschuss politischer Korrektheit.
Im alten Rom gingen die Gladiatoren in die Knie: Heil Caesar, die Todgeweihten grüßen dich.
Ein Fußballer muss nicht um sein Leben bangen, wenn er sein Knie nicht beugt. Doch ihm droht der soziale Tod und vielleicht das berufliche Aus. Das ist schlimmer als Rassismus.
2 comments
Daniel
Vor Jahren schon das Anti-Rssismus-Gebet im Stadion, nun der Kniefall. Das sind, wie Sie schon schrieben, Unterwerfungsgesten. Und eine solche wird ja auch von den Bürgern seit Längerem eingefordert, heisst "Maske tragen". Der neue Gessler-Hut.
Peter Ziems
Gottseidank blieben sie stehen ansonsten wäre die Euro für mich erledigt
Das sind, wie Sie schon schrieben, Unterwerfungsgesten.
Und eine solche wird ja auch von den Bürgern seit Längerem eingefordert, heisst "Maske tragen". Der neue Gessler-Hut.