Da kommen schon die ersten zu Recht gerückten Erklärungen zu Habeck's "Insolvenz Aussagen"

Der Ökonom Marcel Fratzscher hat den Bundeswirtschaftsminister gegen den Vorwurf verteidigt, dieser habe sich mit seiner Talkshow-Äußerung zur Insolvenzgefahr in der Energiekrise vergaloppiert. »Ich verstehe die Kritik an den Aussagen von Wirtschaftsminister Habeck zu Insolvenzen nicht, denn sie sind zutreffend«, schrieb der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwochabend auf Twitter.

Fratzscher nannte Beispiele, bei denen Unternehmen nicht produzieren können, ohne zwingend insolvent zu werden. »Manche Hotels werden im Winter schließen müssen, weil Kunden ausbleiben (viele Menschen werden weniger reisen, da sie höhere Kosten für ihre Grundversorgung haben) und die Kosten massiv steigen (Beispiel Energie). Temporäre Schließungen sind in der Branche nicht ungewöhnlich«, schrieb er.

Und: »Wenn es zu einer Gasknappheit kommt, dann werden eine Reihe von energieintensiven Unternehmen gezwungen werden, ihre Produktion einzustellen. Dies wird der Staat nur machen können, wenn er die Unternehmen ausreichend kompensiert, sodass diese in Zukunft wieder öffnen können.«


Was Habeck gesagt habe, sei daher richtig. »Man könnte lediglich kritisieren, dass er nicht über die staatlichen Maßnahmen gesprochen hat, die in solchen Fällen greifen. Aber es ist bei dieser gegenwärtigen Unsicherheit eher klug, dies nicht zu tun«, schrieb Fratzscher.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/robert-habeck-diw-chef-marcel-fratzscher-verteidigt-aussage-des-ministers-zu-insolvenzen-a-04c64885-53f0-4461-9d2c-40531faadadb

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