Netzfund Florian Stäuble FB:

Der auch sonst sehr schlaue Rainer Schönfeld hat einen Text verfasst, der sich mit dem abgesagten Konzert in der Schweiz befasst. Ich übernehme diesen mit seiner Genehmigung, weil mir jede Zeile aus der Seele spricht:

"Sollte völkische Rassenkunde als Schulfach wieder eingeführt werden?
Die Frage klingt absurd, wurde doch Rassenkunde 1933 in Deutschland als Pflichtfach eingeführt und mit dem Ende des nationalsozialistischen Regimes abgeschafft. Man sollte meinen, dass die Rassenlehre heute überwunden und obsolet sei. Doch benötigt das Konzept der kulturellen Aneignung eine neue völkische Rassenlehre als Fundament, was der jüngste Fall von kultureller Aneignung, der es in die Berichterstattung schaffte, vor Augen führt.
Schon im März diesen Jahres wurde die Sängerin Ronja Maltzahn von den Veranstaltern einer Fridays-for-Future-Demonstration ausgeladen, weil sie die falsche Frisur trug. Jetzt wurde in der Schweiz ein unbedeutendes Konzert vor kleinem Publikum abgebrochen, weil eine Band hellhäutiger Musiker Reggae-Musik spielte. Oder weil einige dieser Musiker Dreadlocks trugen.
Da der Sänger dieser Band - nach eigener Aussage - eine dunkelhäutige Großmutter mit Abstammung aus Afrika hat, Bob Marley aber, dem bislang weder seine Musik noch seine Frisur vorgeworfen wurde, einen sehr hellhäutigen Offizier der britischen Armee zum Vater hatte, scheint der geneigte woke Arier tiefere Kenntnis der modernen woken Rassenlehre zu benötigen, um zuverlässiger kulturelle Aneignung erkennen und vermeiden zu können: Darf ein in zweiter Generation in Jamaika geborener Hellhäutiger jamaikanische Kleidung oder Dreadlocks tragen? Oder muss er dafür auch die richtige Hautfarbe haben? Darf sich ein dunkelhäutiger Deutscher (oder Schweizer) afrikanisch kleiden, wenn er in Deutschland geboren wurde? Wird dies zur kulturellen Aneignung, wenn ein Elternteil aus Afrika stammt, oder erst, wenn nur ein Großelternteil aus Afrika stammt? Man sieht: der richtige Umgang mit kultureller Aneignung erfordert eine Ideologie, die sowohl völkische als auch rassenkundlerische Elemente vereint.
Wollen wir eine neue völkische Rassenlehre? Oder wollen wir das Konzept der kulturellen Aneignung als geschichtsvergessenen Bullshit erkennen und entsorgen? Geschichtsvergessen übrigens deshalb, weil die Nationalsozialisten klar geklärt haben, welche Rechte „Halbjuden“ (ein jüdisches Elternteil) und welche Rechte „Vierteljuden“ (ein jüdisches Großelternteil) haben - letztere galten als „deutschblütig“, erstere wurden der Vernichtung zugeführt. Und geschichtsvergessen auch deshalb, weil sich praktisch jede Kultur historisch durch kulturellen Austausch und mithin durch kulturelle Aneignung entwickelt hat. Selbst die Bräuche und Fähigkeiten der verschiedenen Stämme der amerikanischen Ureinwohner entwickelten sich im wechselseitigen Austausch weiter, lange bevor die ersten Europäer das Land besiedelten. Die Entwicklung aller Kulturen weltweit fand nie durch innerkulturelle Inzucht, sondern durch „kulturelle Aneignung“ statt."

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