Der Tech-Milliardär Bill Gates hat eine eigene Organisation gegründet: Die Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (AGRA). Diese wird seit 2006 gemeinsam von der Stiftung Bill & Melinda Gates und der Rockefeller-Stiftung finanziert.

Ziel war es die landwirtschaftlichen Erträge der afrikanischen Kleinbauern deutlich zu erhöhen und die Einkommen von etwa 30 Millionen landwirtschaftlichen Haushalten zu verdoppeln. Gleichzeitig sollte die Ernährungs-Unsicherheit in 20 afrikanischen Ländern bis 2020 halbiert werden.

Eine von Timothy A. Wise geleitete Studie des Tufts Global Development and Environment Institute aus Medford, Massachusetts, ergab jedoch: Die Milliarden-Dollar-Allianz für eine grüne Revolution in Afrika kann ihre Versprechen offenbar nicht einlösen (siehe Download).

Zentrales Ergebnis der Untersuchung von Wise ist: Die massiven Investitionen in die Förderung und Subventionierung von kommerziellem Saatgut bestimmter Pflanzen (Mais) und in Agrarchemikalien haben ihr Ziel, den Hunger zu lindern und die Kleinbauern aus der Armut zu befreien, bisher jedenfalls nicht erreicht.

Teilweise ist sogar das Gegenteil der Fall: Heimische Pflanzen, die gut an das Klima angepasst sind wurden weniger angebaut und die Versorgungssicherheit hat sich nach Angaben von Wise dadurch verschlechtert.

Timothy A. Wise: Africa’s Green Revolution has Failed Africa’s Green Revolution has Failed /media/2021-01/2020_07_AfricasChoice_PolicyBrief.pdf application/pdf 597374

https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/bill-gates-ruiniert-agrarrevolution-kleinbauern-afrika-577429

Auf englisch:

https://www.aljazeera.com/podcasts/2022/3/11/revisiting-the-gates-foundations-program-to-feed-africa

@ https://t.me/PaulaPCay

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