Emmanuel Macron poltert wie Donald Trump. Er ruft die Botschafter aus Australien und den USA zurück. Sein Außenminister Jean-Yves Le Drian wirft Nato-Partnern „Lüge“ und „Vertrauensbruch“ vor. Er stellt die Arbeit am strategischen Konzept in Frage.
Steht die Nato wegen des Konflikts um einen milliardenschweren Rüstungsauftrag schon wieder vor dem „Hirntod“ oder wird „obsolet“? Macron stoppt kurz vor der Drohung mit dem (erneuten) Austritt aus der militärischen Kooperation im Bündnis. Die Tiraden gehen jedoch weit über den Zorn hinaus, den der Verlust des U-Boot- Deals mit Australien rechtfertigt.
Die Rollenwahl einer Drama-Queen muss Deutschland alarmieren. Was ist das Ziel – und was sind die Lehren für die nächste Bundesregierung? Macron verlangt mehr europäische Autonomie in Abgrenzung zur Nato und mehr Unterstützung aus Berlin dafür. Nur: Liegt das auch im deutschen Interesse? Und wie verlässlich ist Paris eigentlich, wenn es hart auf hart kommt?
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