KKR
Kohlberg Kravis Roberts & Co.die Investoren der BILD Zeitung
Nach eigener Aussage hält KKR Beteiligungen an Industriefirmen gewöhnlich für den Zeitraum von etwa sechs bis sieben Jahren. In dieser Zeit wird die Firma profitabel gemacht und mit den Erträgen das für den Kauf aufgenommene Fremdkapital bedient. Nach abgeschlossener Restrukturierung erfolgt der Ausstieg aus der Beteiligung.Aktuelle Beteiligungen
Getyourguide2015 leitete KKR eine 50-Millionen-US$ Series-C Runde und beteiligte sich an Getyourguide.[8]
Hensoldt (Airbus Verteidigungselektronik)
2017 erwarb KKR 74,9 Prozent der Verteidigungselektronik-Sparte der Airbus Group mit Hauptsitz in Raum München. Gleichzeitig erfolgte die Umfirmierung in Hensoldt.[9] 2018 übernahm KKR auch die restlichen Anteile von Airbus und brachte das Unternehmen am 25. September 2020 an die Frankfurter Börse.[10][11] Zum 21. Dezember stieg die Hensoldt-Aktie in den SDAX auf.[12]
GfKIm März 2017 übernahm die KKR-Holdinggesellschaft Acceleratio Capital N.V. mit 96,7 Prozent via Squeeze-out das deutsche Marktforschungsinstitut GfK. Die GfK ist u. a. zuständig für die Ermittlung der TV-Einschaltquoten.[13]
LeonineSeit 2019 baut der Medienmanager und ehemalige Fernsehmoderator Fred Kogel gemeinsam mit KKR aus mehreren Beteiligungen einen integrierten Medienkonzern auf.[14] Im Kern stehen das 2019 übernommene TV-Unternehmen Tele München Gruppe, die von Günther Jauch gegründete i&u TV, Wiedemann & Berg Film und die Universum Film.[15]
Unzer2019 erwarb KKR 60 % an dem Heidelberger Zahlungsdienstleister Heidelpay, wobei Heidelpay insgesamt mit 600 Millionen Euro bewertet wurde.[16] Im September erfolgte die Umbenennung in Unzer. Unter der Eigentümerschaft von KKR hat Unzer mehrere Add-on-Akquisitionen vollzogen und übernahm etwa den Münchner Netzbetreiber Lavego.[17]
Axel SpringerAm 12. Juni 2019 kündigte KKR ein freiwilliges Übernahmeangebot der Axel Springer SE an, welches das Unternehmen mit 6,8 Milliarden Euro bewertete.[18] Im Jahr 2020 kaufte KKR die Mehrheit am Axel Springer Verlag und erhielt die Bewilligung, die Aktie von der Börse zu nehmen (→ Delisting). Zum Springer Verlag gehören unter anderem die Bild-Zeitung,
Bild.de, BamS, Sport Bild, Welt, N24 Doku, Business Insider und Travelbook.
WellaIm Mai 2020 verkaufte Coty einen Anteil von 60 % an Wella und anderen Marken im Bereich professionelle Kosmetik- und Haarprodukte an KKR; dies geschah in einer strategischen Partnerschaft, bei der Coty weiterhin als Minderheitsaktionär in diesen Aktivitäten verbleibt und KKR zudem Aktien an Coty erwarb.[19]
Velero ImmobilienIm Dezember 2020 erwarb KKR eine Mehrheitsbeteiligung an der Berliner Immobilienfirma Velero. Das Unternehmen übernahm zeitgleich ein Immobilienportfolio von 7.500 Wohnungen.[20]
Ehemalige Beteiligungen
Wincor Nixdorf1999 kauften KKR und Goldman Sachs den Geldautomaten- und Kassenhersteller Wincor Nixdorf vom Siemens-Konzern. Nach dem Börsengang 2004 verkauften die Investoren ihre verbliebenen Anteile im Januar 2005. Die Mitarbeiterzahl von Wincor Nixdorf hatte sich unter KKR und Goldman Sachs nahezu verdoppelt.[21]
TelenormaIm April 2000 kaufte KKR den Telekommunikationsbereich Private Netze von Bosch (früher Telenorma) für 400 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigte 9000 Mitarbeiter und wurde in diesem Zuge in Tenovis umbenannt. Nach der Zerschlagung[22], erheblichem Personalabbau und dem Verkauf der Produktionsstätten wurde Tenovis im November 2004 an Avaya, ein amerikanisches Telekommunikations-Unternehmen, für 635 Millionen US-Dollar verkauft. Tenovis beschäftigte zu diesem Zeitpunkt europaweit noch 5400 Mitarbeiter und hatte unter KKR 40 Prozent der Mitarbeiter entlassen.
Demag