An jenem 19. Januar gerieten zwei chinesische Satelliten ins Fadenkreuz der sechs australischen Teleskope. Der eine, Beidou, war alt und nicht mehr aktiv. Der andere, Shijian 21 oder kurz SJ-21, war ganz neu und erst Ende vergangenen Jahres gestartet. Die Teleskope beobachteten, wie sich SJ-21 dem ausgedienten Satelliten immer weiter annäherte. Am nächsten Morgen waren beide Satelliten verschwunden. «Sie waren nicht da, wo sie hätten sein sollen, basierend auf unseren Berechnungen ihrer Umlaufbahnen», sagt Brien Flewelling, der bei Exo Analytic Solutions für die Weltraumüberwachung zuständig ist. «Wir mussten sie mit unseren Teleskopen neu suchen.»
«Wir erfassen Objekte normalerweise nur als Lichtpunkte», sagt Flewelling. «Sie sehen so aus wie Sterne.» Diese Lichtpunkte lassen sich 19 Stunden pro Tag überall auf der geostationären Umlaufbahn beobachten. Die restlichen 5 Stunden des Tages sind sie unsichtbar, weil sie dann vor der Sonne stehen. Just in jenen wenigen Stunden muss mit den beiden Satelliten etwas passiert sein, was ihre Umlaufbahn verändert hat.
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