Der Brennstoff kommt direkt über die Druschba-Pipeline aus Russland. Daher hat man Rosneft-Deutschland unter Treuhand-Verwaltung gestellt und die Geschäftsleitung ausgetauscht. Um die Raffinerie Schwedt ohne Rosneft-Öl ausreichend auszulasten, ist man nun aber auf Lieferungen über den polnischen Hafen Danzig und das Pipeline-System dort angewiesen. Mit Tanker-Transporten zum Hafen Rostock und die Pipeline von dort nach Schwedt kann nur um die 60 Prozent der Auslastung gesichert werden. Als nötig gilt aber mindestens 75 Prozent.

Hintergrund des polnischen Drucks könnte sein, dass der Öl-Konzern Orlen nach Angaben deutscher Regierungskreise und auch polnischer Insider Interesse an einem Mehrheitsanteil und damit der Kontrolle an Schwedt hat. In einem ersten Schritt müsste Rosneft dann aber seinen 54-Prozent-Anteil abgeben, etwa per Enteignung über den deutschen Staat. Rosneft hatte schon gegen die Treuhand-Verwaltung protestiert und erwägt juristische Schritte. In der Bundesregierung wurde bestätigt, dass es Gespräche mit Kaufinteressenten gebe. Darunter seien auch solche aus Polen, sagte ein Regierungsvertreter. Orlen ist der größte polnische Ölkonzern, der Staat ist Anteilseigner.

Energie-Sicherungsgesetz würde Enteignung erlauben

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Polen-stellt-Bedingung-fuer-Ollieferung-article23606668.html

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