"Dieser offene Brief an Landrat Heiko Kärger einer Mutter aus unserer Region (Name ist der Redaktion bekannt) hat uns heute erreicht:

Sehr geehrter Herr Landrat Kärger,

ich habe soeben ein Zitat von Ihnen auf "Wir sind Müritzer" zur aktuellen Entwicklung gelesen:

"Einer der nächsten Schritte wird eine Maskenpflicht im Unterricht für Kinder ab der 5. Klasse sein“, kündigte Landrat Heiko Kärger bereits an."

Als Mutter und Mikrobiologin möchte ich Ihnen dringend die Berichte des LAGUS über die realen Infektionszahlen von Kindern durch tägliche Meldung der Kinderarztpraxen in MV nahelegen.

Zu finden unter dem Link: https://www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/InfektionsschutzPraevention/Daten-Corona-Pandemie

dort unter "Lageberichte zur Coronavirus-Krankheit"

Zitat:

Kinder seit dem genannten Datum (KW 33) mit akuten Atemwegsproblemen: 28 904

getestet davon: 7158

seit KW 33 positiv: 5

(Das ergibt einen Prozentsatz von 0,017 % aller Kinder mit akuten Atemwegsproblemen)

Aus meiner Sicht kann man deutlich erkennen, dass im vorliegenden Infektionsgeschehen nicht die Kinder das Problem sind oder haben und eine Maskenpflicht im Unterricht keineswegs ein sinnvolles Mittel zur Eindämmung des Infektionsgeschehens darstellen kann, da es durch diese Personengruppe nachweislich in Zahlen kein Risiko gibt.

Schützen Sie die alten und Risikopatienten durch geeignete Maßnahmen an diesen Personen und ausschließlich an Personen im direkten Kontakt (Pflegepersonal) mit sinnvollen Maßnahmen.

Wahlweise können Sie auch gerne selbst 5 Tage die Woche mit mindestens 6 Stunden Unterricht, Pausen und Busfahrt von nicht selten bis zu 1 Stunde mit einer Atemmasken absolvieren und das, obwohl ihre Personengruppe ein nachweisliches Risiko von 0,017 hat, positiv zu sein.

Und erklären Sie Ihre Maßnahmen einmal den Kindern und übernehmen Verantwortung für Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen etc. durch Sauerstoffmangel oder Störungen im Umgang mit Menschen, weil keine Mimik mehr wahrgenommen oder erlernt werden kann und vieles andere mehr. Lachen Sie doch einmal ein Kind an, wenn Sie eine Atemmaske tragen. Sie werden kein Lächeln zurückbekommen, sondern Unverständnis oder sogar Angst.

Bitte nutzen Sie die öffentlichen Quellen des LAGUS um sich ein realistisches Bild zu machen und wenden sich ab von blindem Aktionismus. Der schadet unseren Kindern nachhaltiger, als Ihnen das bewusst ist und diese sind unsere Zukunft.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und tiefgründige Hinterfragung und Findung geeigneterer Methoden.

Eine besorgte Mutter aus der Region Mecklenburgische Seenplatte"

Comments

Be the first to add a comment