"Dass man sich wie der Besucher eines grotesken Jahrmarkts vorkommt, auf dem alles an Absurdität, Abnormität und Abscheulichkeit zur Schau gestellt wird, was Mensch und Natur in schauderhaftester Missbildung aufzubieten haben. Und man weiß, dass man sofort panisch und irrsinnig würde, trüge man nicht das Wissen um Ausgänge in sich. Das Bewusstsein, dass das hier nicht das echte Leben sei, dass man hinaustreten könne in eine Wirklichkeit und Normalität außerhalb verunstalteter und niederster Denkmuster und Normen. Und dann stellt man fest: Das ist das „Normal“ der besten aller Zeiten. Das ist die Wirklichkeit der „aufgeklärten, offenen, toleranten Gesellschaft“. Eine andere gibt es nicht. Und trotzdem – trotzdem weigert sich der Verstand, es hinzunehmen, weil schlicht zu viel dagegen spricht. Aber man muss sich darauf einlassen. Muss sich fragen, wie es so weit kommen und wie man selber da reingeraten konnte. Ob und, wenn ja, wann man hätte merken sollen, dass da etwas gehörig schiefläuft. Die Antwort: Sehr früh.
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[W]eil die Möglichkeit freiwilligen und temporären Ausstiegs jedem, dem es ähnlich ergeht, helfen kann, mit dem Gegenwärtigen umzugehen. Das Bild mag sich verdunkeln, aber die Ruhe macht die Atmosphäre klarer, die Umrisse schärfer. Zweitens deshalb, weil ich glaube, dass – ganz egal, wie es im Moment gerade um uns steht – jeder Kraft tanken sollte. So stark werden wie möglich, wo konzertiert und konzentriert von politischer und medialer Seite alles Denkbare getan wird, um genau das Gegenteil zu erreichen – uns wirtschaftlich, geistig, körperlich und seelisch zu entwaffnen und mutlos zu machen.
Es ist an jedem Einzelnen, zu entscheiden, ob er ein Getriebener und Sklave der Menschen- und Planetklempner sein oder bleiben will."
https://ef-magazin.de/2020/02/26/16556-umgang-mit-dem-politischen-wahnsinn-raus-hier-immer-wieder