• Schule für Opportunisten — Der Lockdown strapaziert Schüler und ihre Eltern stark — für viele ist es aber auch erleichternd, mal weniger sozialer Kontrolle zu unterliegen.
Kleinere Kinder folgen ihren spielerischen Impulsen und haben meist Spaß dabei; mit fortschreitender „Sozialisation“ lernen sie jedoch etwas anderes: Stets werden sie von allen überwacht und bewertet. An sie werden Maßstäbe angelegt, die nicht ihre eigenen sind. Sie lernen, in einer unbehaglichen Welt voller Rivalen und Richter zu überleben. Dabei ist die soziale Kontrolle durch die Mitschüler oft sogar einengender und schmerzlicher, als es die dauernden Leistungsanforderungen der Erwachsenen sind. Derzeit wird viel über die Nachteile des Homeschoolings nachgedacht. In fehlenden sozialen Kontakten sehen die meisten vor allem Probleme. Die Nerven vieler Eltern und Schüler*innen werden stark strapaziert. Vielleicht können wir aber die Aufmerksamkeit auch einmal auf ein paar Vorteile richten: Nicht wenigen Schüler*innen tut es gut, einmal nicht den Blicken ganzer Horden von Gleichaltrigen und Lehrer*innen ausgesetzt zu sein. So könnte die Quarantäne mithelfen, bei einigen deren wahres Potenzial zum Vorschein zu bringen. — weiter lesen
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