Im westafrikanischen Burkina Faso nimmt der islamistische Terror immer schlimmere Ausmaße an.
Wie lokale Ansprechpartner dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ mitteilten, wurden bei einem Überfall in Sanaba im Westen des Landes 26 Männer in einer evangelischen Kirche getötet. Augenzeugenberichten zufolge hätten Aufständische die Ortschaft umstellt. Alle Bewohner seien zusammengetrieben, die Männer über 12 Jahren gefesselt und in die lokale evangelische Kirche gebracht worden. Dort hätten die Täter 26 Gefangene ermordet. Unter ihnen befanden sich auch einige Christen sowie weitere Personen, die von den Aufständischen als Gegner der dschihadistischen Ideologie angesehen wurden.
Die Bluttat ereignete sich nur einen Tag nach dem Angriff auf die Stadt Barsalogho im Norden Burkina Fasos. Dabei handelte es sich um eine der blutigsten Attacken in der Geschichte des westafrikanischen Landes. Die Behörden geben die Zahl der Getöteten mit 150 an, örtliche Quellen sprachen von über 250 Toten. Medienberichten zufolge waren die Bewohner der Stadt gerade dabei, Verteidigungsgräben auszuheben, um sich gegen terroristische Übergriffe zu schützen, als plötzlich über 100 dschihadistische Terroristen auf Motorrädern erschienen und mit Maschinengewehren auf die Menschen, Zivilisten und Soldaten, schossen. Unter den Opfern sollen auch Frauen, Kinder und ältere Menschen gewesen sein.
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