Guter Artikel der NZZ (Bezahlschranke) über den Versuch Kritiker und Enthüller als die Bösen darzustellen.

Hier einige Auszüge:
„Damit die Opfertheorie funktioniert, müssen ihre Anhänger den politischen Kontext auch hier tabuisieren – und die Aufmerksamkeit auf ihre Kritiker lenken, unter denen sich bestimmt ein Rechter findet. Dieses Muster lässt sich in Deutschland in der seit Wochen schwelenden Posse um die Journalistin und «muslimische Aktivistin» (Wikipedia) Nemi El-Hassan erkennen. El-Hassan sollte beim öffentlichrechtlichen Sender WDR eine Stelle als Moderatorin antreten.

Die «Zeit» versuchte die «Bild»-Geschichte über den Al-Kuds-Marsch als rechte Kampagne zu entlarven, indem sie mit der Hilfe eines Gefährten von El-Hassan «enthüllte», dass ein «extrem rechter» Ex-Islamist als Erster ein Demo-Bild von El-Hassan veröffentlicht hatte.

Damit wird der Eindruck erweckt, dass Recherchen und Nachfragen grundsätzlich verdächtig, ja rassistisch seien, wenn sie Musliminnen wie Nemi El-Hassan betreffen. Die Frage, ob sich El-Hassan von dem antisemitischen Milieu emanzipiert hat, in dem sie lange verkehrte, ist jedoch legitim. Der Titel «Peinliche Befragung» spielt wohl nicht zufällig an die Zeiten der Hexenverfolgung an, wo «peinlich» ein Synonym für «schmerzhaftes» Verhör, also Folter, war.“

https://www.nzz.ch/feuilleton/seltsame-medienopfer-was-chinesische-kommunisten-nemi-el-hassan-und-islamisten-gemeinsam-haben-ld.1652297

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