Ja, der US-Imperialismus hat sein wahres Gesicht gezeigt. Wieder einmal. Aber noch nie so offensichtlich. Denn Trump hat ja öffentlich zugegeben, dass es ihm gar nicht um Drogen geht, oder um Menschenrechte, sondern darum, ihn unterstützende US-Konzernen die Ölreserven eines anderen souveränen Landes zu schenken.
Wir sollten jetzt vielleicht erstmal alle tief durchatmen und in der - heute anscheinend chemtrailfreien - frischen Luft spazieren gehen. Das mache ich nämlich gleich.
Meine eigene erste Reaktion war Unglaube, meine zweite war Empörung, meine dritte waren Ohnmachtsgefühle. Meine vierte ist der Beginn einer nüchternen Analyse:
Die Psychopathen dieser Welt, seien sie Tiefer Staat oder nicht, können sich nicht mehr verbergen. Das ist die gute Nachricht im Schlechten. Wie werden jetzt wohl die anderen Nationen Südamerikas und Mittelamerikas reagieren? Trump will, dass sie kuschen. Er hat ja die Monroe-Doktrin wiederbelebt, wonach alle Länder Amerikas US-Vasallen sein müssen. Werden sie also vor dem imperialen Anspruch der USA ducken (und all ihre Bodenschätze an US-Konzerne verschenken) oder sich mit Venezuela solidarisieren?
Ich meine: Der "globale Süden" wird sich noch mehr als bisher an Russland und China orientieren, die sich, verglichen mit EU, NATO und USA, brav an das Völkerrecht halten - Ein Recht, dass die Souveränität von Nationen und Völkern schützt. BRICS und das Prinzip "Interessensausgleich auf Augenhöhe" wird also noch schneller wachsen als bisher. Der Petrodollar als Erpressungsmittel wird noch schneller von der Bildfläche verschwinden und das US-Imperium wird noch schneller zusammenbrechen als es sich ohnehin schon andeutete.
Ob Maduro selbst ein Narzisst oder gar Psychopath ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Es ist das Prinzip, das fallen muss, dass nämlich der Narzisst mit dem größeren … den Narzissten mit dem kleineren … nach Belieben fertigmachen kann.
Entscheidend ist die derzeit stattfindende globale Verschiebung der Macht. Wir sehen eigentlich nur noch Verzweiflungsakte der EU (Sanktionierung von kritischen Menschen) und auch der USA.
Also: Durchatmen, spazieren gehen, konstruktiv mit der Situation und mit den eigenen Gefühlen umgehen. Das Jahr 2026 wird echt spannend. Wer kann, lehne sich zurück und genieße Popcorn. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass sich uns bald Chancen eröffnen werden, nicht nur zuzuschauen, sondern etwas Neues zu gestalten.