"Den weltweit hofierten "Philanthropen" und Microsoft-Gründer Bill Gates und seine weltweiten Aktivitäten zu kritisieren, war noch vor kurzer Zeit durchaus im Bereich des journalistisch Möglichen. Spätestens seit "Corona" gleicht es einem Schritt in den Kreis der sogenannten Verschwörungstheoretiker.

Dabei ist es eher Pflicht als Kür, einem einzelnen und mit so viel Einfluss und Macht ausgestatteten Multimilliardär genau auf die Finger zu schauen, wenn er sich anschickt, die Geschicke der Menschheit in die eigene Hand zu nehmen."

"Ein Beispiel ist die "Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika" – mittels Hochertragssaatgut, Düngemitteln und Pestiziden."

"Im Jahr 2006, also vor bereits 14 Jahren, war es die Bill & Melinda Gates Foundation Hand in Hand mit der Rockefeller-Stiftung aus den USA, die sich mit der AGRA des Problems des Hungers in Afrika anzunehmen gedachte."

"Mit einer auf Ertragsmaximierung ausgerichteten Landwirtschaft mittels hybriden Saatguts, jeder Menge Pestiziden samt synthetischen Düngeerzeugnissen, kurz gesagt, einer sogenannten input-intensiven und industriellen Landwirtschaft, sollte das vielfältige Problem des armutsbasierten Hungers angepackt werden – alles rein zugunsten der armen afrikanischen Bauern, versteht sich.

Wie bereits seit Jahren bekannt, ist der Hauptgrund für Armut und Hunger nicht eine allgemein zu geringe Produktivität, sondern Verteilungsmissstände und eine zu wenig nachhaltige, auf lokale Bedürfnisse zugeschnittene und diversifizierte Produktion.

Der Fokus auf "Produktivitätssteigerung" wie sie auch die vermeintliche "Grüne Revolution" forciert, führt hingegen zu einer Überbetonung von Erträgen, zu einer unzureichenden Berücksichtigung agroökologischer Zusammenhänge und lokaler Ernährungsbedürfnisse sowie zur Fokussierung auf eine Landwirtschaft auf chemischer Basis."

"Wie es im Bericht "Falsche Versprechen: Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA)" heißt, kam die Tuffs-Universität zu einem vernichtenden Urteil über die grünen Heilsbringer. Die Wissenschaftler konnten nach eigener Aussage keinerlei "Hinweise auf signifikante Steigerungen der landwirtschaftlichen Produktivität, der Einkommen oder eine Verbesserung der Ernährungssicherheit für die Menschen in den 13 Schwerpunktländern der AGRA" feststellen. Vielmehr habe die AGRA "versagt"."

"Vom AGRA-System profitieren derweil tatsächlich andere. So seien die AGRA-Aktivitäten eher auf eine Verbesserung der kommerziellen Bedingungen für Agrarunternehmen und Agrarchemiehändler ausgerichtet als auf die Interessen der afrikanischen Kleinbauern."

https://deutsch.rt.com/afrika/109179-gruene-konterrevolution-wie-gates-stiftung-in-afrika-hunger-foerdert

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