DER ÖKONOMISCHE UND BILDUNGSTECHNISCHE SCHADEN DER DIVERSEN LOCKDOWNS IST IMMENS. DIE POLITIK IST ANSCHEINEND NICHT IN DER LAGE, DESSEN TRAGWEITE ZU BEGREIFEN.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bildung-und-einkommen-corona-schaeden-am-humankapital-schulausfall-koennte-3-3-billionen-euro-kosten/26786872.html-------------
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40.000 Schulen und 58.000 Kitas sind wegen der Pandemie geschlossen. Das soll nach dem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder auch bis Mitte Februar so bleiben – mindestens. Von den Erwachsenen waren schon im Oktober, also vor dem neuen Lockdown, fast zwei Millionen in Kurzarbeit. All das hat eine massive Vernichtung von Humankapital zur Folge.
Vor allem die Schulschließungen führen zu „enormen wirtschaftlichen Schäden, sowohl für die einzelnen Schüler als auch für die gesamte Volkswirtschaft“, warnt der Bildungsökonom des Ifo-Instituts, Ludger Wößmann. Denn „nichts ist in der Bildungsökonomie so gut dokumentiert wie der Zusammenhang von Bildung und Einkommen“.
Sollten die Schulschließungen sogar bis Ende Februar weitergelten – was angesichts der hohen Infektionsraten nicht ausgeschlossen ist –, müsse man unterm Strich von einem Verlust beim Lebenseinkommen der Schüler von 4,5 Prozent ausgehen.
„Auf die Volkswirtschaft hochgerechnet würde sich als Folge von 18 Wochen Schulausfall – zwölf Wochen im Frühjahr 2020 und weitere sechs jetzt – ein Verlust von 3,3 Billionen Euro bis zum Ende des Jahrhunderts ergeben“, warnt Wößmann. Sollte Deutschland die Pandemie nicht in den Griff bekommen und müsste die Schulen sogar bis Ende März geschlossen halten, wären es sogar mehr als vier Billionen Euro.